Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
August

Verschiedene Kräuterbündel von Lavendel, Salbei und Rosmarin
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Den Ameisen auf der Spur

Sie sind ausgesprochen fleißige und faszinierende Lebewesen, die innerhalb ihres Ameisenstaates perfekt organisiert sind. Noch dazu sind die kleinen Insekten recht nützliche Tiere, denn sie lockern mit ihren weitläufigen Gangsystemen den Erdboden auf und fördern damit das Wachstum der Pflanzen. Zusätzlich verbessern sie den Boden mit natürlichem Dünger, den sie in Form von Biomasse reichlich in die Erde einbringen. Aber spätestens, wenn die Ameisenstraße auf der Terrasse den Weg zur Kaffeetafel stört oder sie sich in Richtung Kücheneingang bewegt, hört die Liebe auf. Bevor man zu Chemikalien greift, mit denen auch Kinder oder Haustiere in Berührung kommen können, sollten alte Hausmittel zum Einsatz kommen. Dafür reicht ein Gang zum Kräuterbeet. Mit Lavendel-, Thymian- oder Salbeizweigen lassen sich Ameisenstraßen leicht blockieren. Den ätherischen Ölen der Kräuter gehen sie aus dem Weg. Und mit einer Jauche aus Wermut (ca. 300 Gramm Wermutkraut mit zehn Litern Wasser aufgießen und 14 Tage ziehen lassen) vergrault man die Bewohner aus ihrem Nest.

Junger, knackiger Pflücksalat
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Nachschub an Salaten jetzt aussäen!

Man mag es kaum glauben, aber im August werden die Nächte schon wieder länger, und das macht sich auch beim Salat bemerkbar. Je weniger Tageslicht er bekommt, desto weniger wächst er. Also nutzen Sie die Gelegenheit und säen Sie noch mal knackigen Schnittsalat nach. Jetzt im Sommer geht das ganz einfach ohne große Vorkultur. Säen Sie direkt ins Beet. Pro laufenden Meter bringt man etwa 40 Samenkörner aus und drückt diese leicht an. Übersieben Sie das Saatgut nur sehr dünn mit Erde, da Salat ein Lichtkeimer ist. Das Angießen nicht vergessen, fertig. Nach etwa sechs bis sieben Wochen gibt es genügend Nachschub an frischen Salatblättern. Lassen Sie bei der Ernte die Herzblätter jeweils stehen, dann können neue Blätter nachwachsen. Tipp: Versuchen Sie es doch mal mit einer Asia-Salate-Mischung, die leicht und schnell wächst. Das würzige, zarte Blattgemüse liegt voll im Trend. Es eignet sich für Salate und zum Garen im Wok. Ein idealer Begleiter für die junge, leichte, kalorienarme und schmackhafte Küche. Und wer von Salaten nicht genug bekommen kann, sät vorausschauend auch gleich noch den vitaminreichen Feldsalat aus. Der wird dann im nächsten Frühjahr erntereif.

Einfaches Rasendüngen mit dem Streuwagen
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Neues Futter für den Rasen

Wundern Sie sich nicht, wenn der Rasen an manchen Stellen gelblich aussieht, obwohl der Rasensprenger in den heißen, trockenen Augusttagen regelmäßig im Einsatz ist. Die Rasenhalme leiden dann nämlich nicht an Durst und Wassermangel, sondern an Hunger. Wenn im Frühjahr die erste Düngung erfolgte, sind die Nährstoffe jetzt schon wieder aufgebraucht und durch regelmäßiges Wässern oder durch kräftige Sommerregen zum Teil auch aus den Böden gewaschen. Dann wird es Zeit für die nächste Portion. Auch hier gilt: Streuen Sie den Langzeitdünger nicht lässig aus der Hand. Sonst sieht der grüne Teppich für den Rest des Sommers womöglich gescheckt aus. Machen Sie sich also die Mühe und holen Sie den Streuwagen wieder aus dem Gartenschuppen. Damit wird der Dünger schön gleichmäßig verteilt. Achten Sie darauf, dass sich die Bahnen beim Streuen überlappen. Sonst gibt es ein Streifenmuster!

Herbstkrokus (Crocus speciosus) in voller Blüte
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Jetzt schon an Herbstkrokusse denken

Wer noch im August die Zwiebeln der Herbstkrokusse setzt, sorgt für kleine Farb-Highlights ab Oktober. Ihr Name ist Programm: Im Gegensatz zu den meisten anderen Krokusarten blühen sie im Herbst. Keine Sorge, wenn die strahlend blau-violetten Blüten der Zwiebelblumen keine Blätter haben, diese treiben erst im nächsten Frühjahr aus. Setzen Sie die Knollen in kleinen Gruppen aus sechs bis zehn Exemplaren etwa nur fünf bis acht Zentimeter tief an einem sonnigen Standort in humusreiche, durchlässige Gartenerde. Von den drei herbstblühenden Arten ist der violett-blaue Pracht-Krokus (Crocus speciosus) am bekanntesten. Ihn gibt es auch in Weiß (ʹAlbusʹ) und in Himmelblau mit dunkel geaderten Blütenblättern (ʹConquerorʹ). Der rosafarbene Crocus kotschyanus ist wie der Pracht-Krokus recht robust und breitet sich im Laufe der Jahre von selbst auf Rasenflächen aus. Dort macht auch der Wiesen-Herbstkrokus (Crocus pulchellus) seinem Namen alle Ehre. Die Zwiebelblumen gedeihen auch im lichten Schatten von Gehölzen. Besonders schön kommen die Herbstblüher unter Japanischem Fächerahorn und anderen herbstfärbenden Gehölzen zur Geltung.

Iris barbata als unbestrittener Star im blauen Garten
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Verjüngungskur für Bartiris

Mittlerweile liegt die Blütezeit der Bartiris (Iris barbata) mit ihrer fantastischen Sortenvielfalt schon einige Wochen zurück. Deshalb befinden sich die Pflanzen in einer Art Ruhephase. Die beste Gelegenheit, um alte und etwas „blühfaule“ Pflanzen zu teilen. Heben Sie den Wurzelstock vorsichtig mit einer Grabegabel aus der Erde, damit die brüchigen Wurzelstöcke nicht brechen oder einreißen. Teilen Sie das Rhizom mit einem scharfen Messer in circa zehn Zentimeter lange Teilstücke. Achten Sie darauf, dass jedes einen Blattschopf hat und bewurzelt ist. Kürzen Sie die Wurzeln sowie das Laub etwa um die Hälfte ein. Dann verdunsten die Jungpflanzen beim Einwachsen nicht so viel Wasser, was sie für die Bildung neuer Feinwurzeln benötigen. Setzen Sie die Teilstücke an einen neuen Standort. Dort den Boden lockern und ein wenig reifen Kompost mit in die Pflanzmulde geben. Die Rhizome werden flach in die Erde gelegt, gut angedrückt und nur knapp mit Erde bedeckt. Sonst faulen sie leicht. Zum Schluss das Angießen nicht vergessen!

Schnitt einer Buchsbaumhecke
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Letzte Gelegenheit Buchsbaumschnitt

Will man Buchsbaumkugeln oder Beeteinfassungen noch schön in Form bringen, sollte man sich mit dem Schneiden beeilen. Der August ist der späteste Monat für den Faconschnitt. Greifen Sie möglichst an einem trüben oder bedeckten Tag zur Schere. Dann laufen die immergrünen Blätter keine Gefahr, einen Sonnenbrand zu bekommen. Wer auf Nummer sicher gehen will, deckt die frisch geschnittenen Buchsbäume zusätzlich für ein bis zwei Tage mit Vlies ab. Vermeiden Sie es außerdem, ins alte Holz zu schneiden, das gibt hässliche Kahlstellen. Um sich nach getaner Arbeit das lästige Zusammenharken des Schnittguts zu sparen, einfach vorher eine Folie oder ein Flies entlang der Schnittkante auslegen. Die braucht man nur über die Schubkarre oder Komposthaufen ausschütteln. Für kleinere Arbeiten reicht eine Hand-Heckenschere. Wer richtig Meter machen muss, ist mit einer Akku-Strauchschere gut beraten.

Bauernhortensien am laufenden Meter schmücken die Hausfassade.
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Blütentraum Hortensien

So wird der Traum von einer üppigen Hortensienpracht, wie man sie aus den Gärten der Bretagne kennt, wahr. Schneiden Sie im August selbst Stecklinge. Ihre Lieblingsarten und -sorten des beliebten Blütengehölzes lassen sich problemlos vermehren. So geht’s: Bereiten Sie kleine Töpfe mit gut angefeuchteter Anzuchterde vor. Schneiden Sie direkt unterhalb eines kräftigen Blattpaares 15 Zentimeter lange Triebe ab. Diese sollten an der Spitze keine Blütenknospen tragen. Die unteren Blätter werden entfernt, die des kräftigen Blattpaares um die Hälfte eingekürzt. Jeder Trieb bekommt seinen eigenen Topf. Stecklinge in die Erde setzen, seitlich leicht andrücken und überbrausen. Dann braucht der Nachwuchs noch eine Folienhaube, um für hohe Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Regelmäßig lüften und weiterhin gleichmäßig feucht halten. In diesem Minitreibhaus-Klima bilden die Stecklinge nach vier bis sechs Wochen neue Wurzeln. Im ersten Jahr müssen die Töpfe an einem hellen frostfreien Ort überwintern. Im Frühjahr wird der Nachwuchs in größere Töpfe gepflanzt, damit er kräftig weiter wachsen kann.

Tomaten in Töpfen gut geschützt unter Vordach
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Rundumpflege für Tomaten

Jetzt ist Hochsaison für die roten, gelben oder gestreiften Stars der leichten Sommerküche. Will man möglichst viele der aromatischen Früchte frisch auf den Tisch haben, sollte man sie auch ordentlich umsorgen. Das fängt beim Gießen an. Gießen Sie reichlich und regelmäßig. Schwankende Wasserversorgung nehmen sie einem schnell übel und quittieren das mit aufgeplatzten Früchten. Tomatenpflanzen, die im Kübel auf Balkon oder Terrasse an einem sonnigen Platz stehen, haben mächtig Durst. Sie brauchen jetzt im Hochsommer oft zweimal am Tag Wasser. Immer nur direkt den Wurzelballen gießen, niemals die ganze Pflanze samt Blättern abbrausen! Zudem sind Tomaten Starkzehrer und ausgesprochen hungrig nach Nährstoffen. Düngen Sie wöchentlich mit einem speziellen Flüssigdünger für Tomaten oder mit Langzeitdünger in Form von Düngestäbchen. Die ausgewogene Zusammensetzung versorgt Ihre Pflanzen mit allem, was sie für guten Fruchtansatz benötigen. Triebe, die voller heranreifender Früchte hängen, sollte man mit Spiralstäben stützen, damit sie unter der Last nicht abbrechen. Und das Ausgeizen von neuen Seitentrieben gehört auch mit zum Pflegeprogramm.

Frisch geerntete Mirabellen auf einem Tablett
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Die Mirabellen sind reif

Die Erntezeit der Mirabellen beginnt etwa Mitte August. Tägliche Kontrollgänge lohnen sich, denn die kugeligen Früchte reifen nach und nach heran. Nur gut ausgefärbte rötlich-gelbe Exemplare sind vollreif und besitzen das volle mild-süße Aroma und lösen sich gut vom Stein. Machen Sie einen Geschmackstest und los geht die Pflückerei – am besten per Hand. Natürlich kann man Mirabellen auch traditionell durch Schütteln am Stamm ernten und die Früchte in einem aufgespannten Netz auffangen. Dann muss es aber schnell gehen, denn die edlen Früchtchen halten nicht lange und müssen innerhalb von wenigen Stunden verarbeitet werden. Sie eignen sich für Kompott, Konfitüre, Saft oder Likör sowie zum Einkochen. Voll behangene Äste, die sich unter der Last biegen, können gut eine Unterstützung gebrauchen. Stellen Sie unter die betreffenden Äste stabile Stangen mit einem gepolsterten Querholz am oberen Ende. Die ʹMirabelle von Nancyʹ ist eine alte, regelmäßig fruchtende und ertragreiche Sorte. Ihre Früchte sind goldgelb und herrlich aromatisch. Die Bäume stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden, vorzugsweise sollte der Standort aber recht warm und geschützt sein.

Die abgeernteten Ruten der Sommerhimbeeren bodennah abschneiden.
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Sommer-Himbeeren auslichten

Mmh, Himbeeren sind einfach zu köstlich! Sobald die sommertragenden Sorten wie etwa ʹWillametteʹ, ʹSchönemannʹ oder ʹTulameenʹ abgeerntet sind, müssen die abgetragenen Ruten bodennah abgeschnitten werden, da Sommer-Himbeeren nur an zwei Jahre alten Trieben Früchte tragen. Die jungen Ruten sind also diejenigen, die uns im folgenden Jahr mit ihren aromatischen Beeren verwöhnen. Und dafür brauchen sie Licht und Luft. Lassen Sie die vitalsten fünf Jungruten aus diesem Jahr stehen und binden Sie sie locker an einem Spalier oder Rankstäben an. Greift man direkt nach dem Abernten zur Gartenschere, ist es außerdem einfacher, die älteren von den jungen Ruten zu unterscheiden; die Jungruten sind nämlich grüner als die dunklen Zweijährigen. Übrigens: Ihre Kollegen, die Herbsthimbeeren, haben mit dem Zurückschnitt Zeit bis Februar. Alle Ruten, die im letzten Jahr gewachsen sind, schneidet man dann bis auf die Basis kurz über dem Boden zurück. Die neuen Ruten treiben im Frühjahr aus und wachsen im Sommer heran. Ab August tragen sie dann wieder Früchte.

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