Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
01/2016 Januar 2016

OBI Ratgeber Tschüss Tannenbaum!

So schnell kann’s gehen: Die Feiertage sind schon wieder Schnee von gestern und der eben noch besungene Baum hat ausgedient. Es aber so wie die Schweden zu halten, die ihren „Julgran“ nach Weihnachten in hohem Bogen aus dem Fenster werfen, ist weder ratsam noch sinnvoll.

Zweige an einer Tanne
Zweige an einer Tanne

Aus der Traum?

Tannenbaumschicksale gibt es in diesen Tagen viele zu beklagen. Im Gegensatz zu Topfgehölzen, die im Freien lange frisch bleiben und später im Garten eingepflanzt werden können, geben sich wurzellose Stämme nun endgültig geschlagen. Dabei können sie noch sehr nützlich sein – und zwar nicht nur als Brennholz, welches als Ultima Ratio natürlich auch für die Zweitverwertung in Betracht kommt.
Da der Winter gerade erst begonnen hat und die frostigen Tage aller Erfahrung nach noch bevorstehen, wäre frühzeitiges Verfeuern aber zu schade. Vorher kann das Bäumchen, und besonders seine Zweige, noch im Garten nützlich eingesetzt werden, beispielsweise um Beete und empfindliche Kübelpflanzen vor der Kälte zu schützen. Dafür eignen sich die abgeschnittenen Zweige des Tannenbaums hervorragend – selbst wenn sie nicht mehr viele Nadeln tragen. Auch als Reisig kommen sie infrage, beispielsweise zwischen Rosentrieben.

Rosen mit Weihnachtsbaumzweigen schützen. Rosen mit Weihnachtsbaumzweigen schützen.

In mehreren Schichten übereinander dienen sie vorzeitig austreibenden Blumenzwiebeln und mehrjährigen Stauden als Frostschutz oder sorgen als Schattierung bei immergrünen Gehölzen wie Kirschlorbeer, Azalee und Rhododendron dafür, dass diese an sonnigen Tagen nicht zu viel Wasser verdunsten. Nicht zuletzt sehen auch mit Tannengrün abgedeckte Gräber in der Winterzeit besonders gepflegt aus. Besonders Kreative zaubern aus den Zweigen vielleicht noch ein dekoratives Gesteck für die Grabstelle.

Vor jeder weiteren Nutzung heißt es: runter mit dem Schmuck! Denn Lametta und Wachsreste haben auf dem Beet nichts zu suchen. Selbiges gilt, wenn Sie den Baum in den Häcksler geben, um daraus wertvollen Mulch für die Gehölzbereiche im Garten zu machen. Auch hier sollten keine Aluminium- und Kerzenstummel oder Glaskugelscherben dazwischengeraten. Wenn Sie den Baum kompostieren möchten, denken Sie daran, den harzreichen Zweigen noch ausreichend Biomüll aus Ihrem Haushalt beizufügen. Dann stimmt die Mischung zwischen trockenen und feuchten Bestandteilen und die Rotte gelingt. Den Kleintieren im Garten bietet der Tannenbaum Schutz und Zuflucht vor der Kälte – und behängt mit Meisenknödeln sogar Futter. Dafür können Sie ihn wahlweise noch im Ständer in eine geschützte Ecke nach draußen stellen oder aus den Zweigen einen Reisighaufen aufschichten.

„Erst wenn der Winter sehr kalt ist, wird man gewahr, dass es immergrüne Bäume gibt.“

(Aus China)

Frostschutz im Beet

Gute Alternativen

Wenn Sie keinen Garten haben, in dem Sie den Baum noch nutzen könnten, bieten sich andere sinnvolle Möglichkeiten an, beispielsweise ihn in den Zoo zu bringen. Für Elefanten sind Tannenbäume nämlich ein echter Leckerbissen – natürlich nur, wenn sie restlos vom Baumschmuck befreit wurden. Auch als Klettergerüst für das Affengehege oder Spielzeug für Bären sind sie begehrt. Lassen Sie das Holz gut ablagern, bevor Sie den Baum im Kamin verbrennen, und erkundigen Sie sich bei Ihrem Kaminkehrer, ob die Abzugsrohre für die Verbrennung des Holzes ausgelegt sind. Falls nicht bietet es sich an, das Baumgerüst bis zum Oster- oder Sonnwendfeuer aufzuheben oder einen Feuerkorb für die Terrasse anzuschaffen, in dem das Holz an lauen Sommerabenden bei einem stimmungsvollen Lagerfeuer verbrannt werden kann.

Frostschutz im Beet

Auf keinen Fall sollten Sie den Weihnachtsbaum in den Hausmüll geben! Bringen Sie ihn besser an eine spezielle Sammelstelle. In vielen Gemeinden sammeln gemeinnützige Vereine die alten Bäume gegen eine kleine Spende ein oder sie werden vom städtischen Abfallbetrieb abgeholt, wo sie anschließend kompostiert werden. Den Baum in den Wald zu bringen, ist übrigens verboten. Auch wenn es sich um verrottbare Masse handelt, gelten ausrangierte Weihnachtsbäume als Müll und dessen Ablagerung ist im Wald streng untersagt!

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