DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig ist und was falsch. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Kranke Früchte am Pflaumenbaum
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Kranke Früchte entfernen

Finden Sie an Obstbäumen kranke Früchte, so sollten Sie diese möglichst schnell entfernen. Meist leiden Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Zwetschgen unter der sogenannten Monilia-Fruchtfäule. Die Sporen dieses Pilzes dringen über Wunden in die Früchte ein und zerstören schnell das Fruchtfleisch, das sich braun färbt. Darauf bilden sich braune Schimmelpolster. Schnell können diese Ausgangspunkt von regelrechten Krankheitsnestern werden. Das entfernte Material entsorgt man am besten in der Biotonne, nicht auf dem Kompost: Oftmals sterben die Krankheitserreger nämlich nicht ab, sondern infizieren später erneut die Fruchtstände.

Grafische Rasenstreifen
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Rasenpflege im Sommer

Fallen über Wochen keine Niederschläge, so kann es notwendig sein, den Rasen abends zu wässern. Wie im sonstigen Garten sollte man sich auch hier an die Regel halten: Lieber durchdringend wässern, sodass das Wasser auch an die Wurzeln gelangt.
Bei dauerhafter Trockenheit sollten Sie den Rasenmäher außerdem lieber mal stehen lassen oder die Messereinstellung ein wenig nach oben verstellen: Wenn die Gräser etwas länger sind, beschattet sich der Rasen gewissermaßen selbst und verdunstet auch weniger Wasser. Besonders bei Temperaturen über 30 Grad Celsius sollten Sie das Rasenmähen unterlassen. Holen Sie diese Arbeit lieber abends nach, dann ist es kühler, die Schnittwunden können sich über Nacht besser schließen.

Vogeltränke aus Naturstein
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Tiertränken aufstellen

Viele natürliche Wasserquellen wie Pfützen oder Gräben sind im Juli oft ausgetrocknet. Gern kommen Vögel, Igel und viele andere Tiere jetzt an den Gartenteich, um ihren Durst zu stillen. Sie erleichtern den Tieren den Zugang zum Wasser, wenn flache Randzonen vorhanden sind. So können sie wieder an Land gelangen, wenn sie ins Wasser gefallen sind. An Wasserbecken mit steilem Rand sollten Sie Rettungsplanken installieren, damit sich Igel und andere Kleinsäuger im Notfall selbst retten können. Alternativ können Sie flache, mit Wasser befüllte Schalen aufstellen, an denen sich die Tiere mit dem lebensnotwendigen Nass versorgen können. Der Untergrund im Gefäß sollte rau sein, damit sie nicht rutschen. Wechseln Sie das Wasser in den Schalen täglich aus, damit sich keine Krankheiten ausbreiten können!

Mulchschicht aus Muscheln
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Mulch ausbringen

Mulchen heißt das Zauberwort, wenn man den Wasserverlust und gleichzeitig den Gießbedarf im Sommer verringern will. Ganz unterschiedliche Materialien eignen sich für diesen Zweck: Kies, Sand, Muscheln, Rinde und Kompost kommen ebenso infrage wie Stroh oder Rasenschnitt. Mulchen können Sie nicht nur die Beete, sondern auch Kübelpflanzen oder Sträucher. Gerade Steinmulch ist außerordentlich attraktiv, wenn Sie ihn passend zum Topf oder zur Bepflanzung auswählen. Um Schneckeninvasionen zu verringern, sollte die Mulchschicht nicht zu dick und vor allem trocken sein: Rasenschnitt also einige Tage abtrocknen lassen, ehe er ausgebracht wird! Rindenmulch sollte ebenfalls gut abgelagert sein, damit sich eventuell darin enthaltene Gerbsäure abbauen konnte.

Terrasse mit Sonnenschirm
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Balkon mittags beschirmen

Die meisten Sommerblumen lieben einen sonnigen Standort, doch im Juli können in der Mittagszeit und der damit verbundenen großen Hitze auch Sonnenanbeter schlapp machen und Verbrennungen erleiden. Verstärkt wird dieser Effekt, wenn die Pflanzen vor hellen Wänden stehen, denn diese reflektieren zusätzlich die Strahlen und es kommt zu einem Hitzestau. Schützen Sie deshalb Ihre Pflanzen auf süd- oder südwestexponierten Standorten mit Sonnenschirm oder Markise vor der intensiven Einstrahlung – sie werden Ihnen diese Rücksichtnahme mit prächtigen Blüten danken!

Terrasse mit Sonnenschirm
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Balkon mittags beschirmen

Die meisten Sommerblumen lieben einen sonnigen Standort, doch im Juli können in der Mittagszeit und der damit verbundenen großen Hitze auch Sonnenanbeter schlapp machen und Verbrennungen erleiden. Verstärkt wird dieser Effekt, wenn die Pflanzen vor hellen Wänden stehen, denn diese reflektieren zusätzlich die Strahlen und es kommt zu einem Hitzestau. Schützen Sie deshalb Ihre Pflanzen auf süd- oder südwestexponierten Standorten mit Sonnenschirm oder Markise vor der intensiven Einstrahlung – sie werden Ihnen diese Rücksichtnahme mit prächtigen Blüten danken!

DONts

Schneckenfraß an Kohl
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Nacktschnecken nicht bekämpfen

Wer jetzt Nacktschnecken nicht bekämpft, läuft Gefahr, innerhalb kürzester Zeit – manchmal in einer Nacht – bunter Blüten oder zarter Gemüseernte beraubt zu werden. Diese Pflanzen genießen meist unsere besondere Pflege und werden entsprechend gut gewässert – für die Schnecken sind sie deshalb ein gefundenes Fressen! Verwehren Sie deshalb den lästigen Schleimern den Zutritt zu Beeten und Töpfen durch Schneckenzäune oder trockene Mulchschichten. Legen Sie Fallen in Form von Holzbrettern und Rhabarberblättern aus, unter die sich die Schnecken tagsüber zurückziehen. Absammeln nicht vergessen! Als letzter Ausweg kann auch Schneckenkorn sinnvoll sein. Welches Präparat das richtige ist – dazu lassen Sie sich am besten im OBI Markt beraten!

Pelargonien und Begonien im Topf
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Düngen bei Topfpflanzen vergessen

„Schwächeln“ Ihre Topfpflanzen? Lässt die Blüte deutlich nach? Verfärben sich Blätter oder sterben gar Pflanzenteile ab? Das liegt dann eventuell daran, dass Sie das Nachdüngen vergessen haben! Auch wenn Sie Ihre Sommerblumen in Erde mit Langzeitdünger gepflanzt haben – dieses „Nahrungsdepot“ ist inzwischen aufgebraucht und muss schleunigst nachgefüllt werden. Mindestens einmal im Monat, manchmal einmal pro Woche sollte diese Praxis wiederholt werden. Allerdings sollten Sie darauf achten, den Dünger in der vom Hersteller empfohlenen Konzentration auszubringen, sonst kann es zu Salzschäden kommen. Am besten, man schüttet den Dünger in die bereits halb mit Wasser gefüllte Kanne und füllt dann ganz auf.

Clematis ʹNelly Moserʹ am Baumstamm
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Clematis nicht stützen

Jetzt ist die Hauptblütezeit der Clematis gekommen. Schön zur Geltung kommen die Waldreben nur, wenn sie artgerecht mit einer Rankhilfe wachsen können. Wo natürliche Klettermöglichkeiten wie Bäume, Sträucher oder Rosen fehlen, eignen sich dünne, höchstens bleistiftdicke Gerüste, an denen sich die Pflanze dann nach oben ziehen kann. Sind solche Hilfen nicht vorhanden, kann es sein, dass die ganze Pflanze bei starkem Wind umknickt und die empfindlichen Triebe womöglich abbrechen.
Als Rankgerüst eignen sich Holz- und Metallgitter ebenso wie Drähte oder Schnüre. Höhe und Breite Ihrer Kletterhilfe sind auch von der jeweiligen Sorte abhängig, denn Clematis unterscheiden sich in puncto Wuchsgeschwindigkeit und endgültiger Höhe stark voneinander. Wächst die Clematis vor einer Wand, sollte das Spalier mit etwa zehn Zentimetern Abstand zur Wand montiert werden, damit die Rückseite gut belüftet ist.

Rhododendron 'Viscy'
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Dickmaulrüssler an Rhododendron nicht bekämpfen

Zeigen die Blätter an Ihren Rhododendren seltsame Einbuchtungen, weil das Blatt vom Rand her angefressen ist? Dann hat sich wahrscheinlich der Dickmaulrüssler über sie hergemacht. Dieser kleine Rüsselkäfer versteckt sich tagsüber, macht sich aber nachts über die dickblättrigen Rhododendren her, wobei der Fraß der Larven an Wurzeln und Wurzelhals die Pflanzen noch viel mehr schädigt. Sind starke Fraßschäden zu verzeichnen, sollte man überlegen, die im Boden lebenden Larven auf biologische Weise mit winzigen Fadenwürmern (Nematoden) zu bekämpfen. Die Anwendung des Mittels ist denkbar einfach: Die in einem Pulver gekauften Nematoden in Wasser auflösen und die Lösung dann großzügig über die betroffenen Bereiche ausgießen.

Trockenes Gemüsebeet
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Unregelmäßig gießen im Gemüsegarten

Sind Ihre Kohlrabi und Möhren nicht schön rund, sondern aufgeplatzt? Schmecken Ihre Radieschen unangenehm scharf und Ihre Gurken regelrecht bitter? Der Grund für all diese unerfreulichen Entwicklungen kann unregelmäßiges Gießen sein, weil die Möhren etwa zu schnell zu viel Wasser in ihre Zellen einlagern. Wer eine schmackhafte Ernte einfahren will, sollte deshalb auf regelmäßige und vor allem durchdringende Wassergaben achten: Einfach nur die Oberfläche benetzen – das ist vergebliche Gärtnermühe!

Trockenes Gemüsebeet
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Unregelmäßig gießen im Gemüsegarten

Sind Ihre Kohlrabi und Möhren nicht schön rund, sondern aufgeplatzt? Schmecken Ihre Radieschen unangenehm scharf und Ihre Gurken regelrecht bitter? Der Grund für all diese unerfreulichen Entwicklungen kann unregelmäßiges Gießen sein, weil die Möhren etwa zu schnell zu viel Wasser in ihre Zellen einlagern. Wer eine schmackhafte Ernte einfahren will, sollte deshalb auf regelmäßige und vor allem durchdringende Wassergaben achten: Einfach nur die Oberfläche benetzen – das ist vergebliche Gärtnermühe!

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