Solch üppige Blütenpracht ist im Sommer keine Selbstverständlichkeit. Aber mit geschickter Sortenwahl klappt es dann doch.

Ratgeber Es wird durchgeblüht!

Endlich Sommer – das bedeutet relaxen im Liegestuhl, draußen feiern mit Freunden und die Blütenpracht genießen. Oder? Nicht ganz, denn viele Blumen haben ihre Hauptblühphase nun bereits hinter sich und das blühende Leben macht sich bis zum Spätsommer erst mal wieder rar. Aber mit ein paar Tricks lässt sich das Sommerloch überbrücken.

Solch üppige Blütenpracht ist im Sommer keine Selbstverständlichkeit. Aber mit geschickter Sortenwahl klappt es dann doch.

Es ist zwar nicht ganz einfach, die Blütenabfolge im Garten so zu takten, dass immer etwas blüht. Aber es geht. Das fängt mit geschickter Sortenwahl an und hört bei der Unterstützung durch dauerblühende Sommerblumen noch lange nicht auf. Wo sich Lücken partout nicht schließen wollen, lässt sich durchaus etwas nachhelfen.

das Sommerloch füllen

Da geht noch was

Ein harter Cut tut zwar in der Seele weh, aber er wirkt Wunder. Und zwar bei den Stauden, die nach einem bodennahen Rückschnitt noch mal durchstarten. Rittersporn, Katzenminze und Hain-Salbei lassen sich dann nicht lange bitten und erfreuen bald aufs Neue mit ihren blauen Blütenkerzen. Das funktioniert natürlich nicht nur mit „blaublütigen“ Vertretern aus dem Pflanzenreich, sondern beispielsweise auch bei vielen anderen wie den Storchschnabelarten oder dem Fingerhut.

Beetstauden in Blüte

„Lieber blühendes Leben als Mut zur Lücke“

Das Sommerloch füllen

An Pflanzen, die im Sommer blühen, herrscht glücklicherweise kein Mangel. Aber die Lücken der bereits abgeblühten Zwiebelblumen und Stauden im Beet zu füllen, ist trotzdem etwas knifflig, denn mehrjährige Gewächse beanspruchen den Platz im Boden ja weiterhin. Ziel ist es also nicht, die Pflanzen zu ersetzen, sondern die freien Stellen zu kaschieren. Eine gute Möglichkeit ist, an diesen Stellen Topfgewächse zu platzieren. Dekorative Kübelpflanzen wie Indisches Blumenrohr (Canna), Wandelröschen (Lantana) oder Oleander zum Beispiel, die als frostempfindliche Gewächse ohnehin nur den Sommer über im Beet stehen.

das Sommerloch füllen Beetstauden in Blüte

Natürlich kommen auch Töpfe mit dauerblühenden einjährigen Sommerblumen infrage, beispielsweise Fleißiges Lieschen (Impatiens), Schmuckkörbchen (Cosmea) oder Spinnenpflanze (Cleome). Im Halbschatten sorgen Fuchsien, Hortensien oder Begonien für bunten Flor. Sie blühen ebenfalls bis in den Herbst hinein. Denken Sie aber daran, dass Topfgewächse ausreichend Wasser und Nährstoffe erhalten. Denn diesbezüglich machen sie eindeutig schneller schlapp als eingepflanzte Exemplare.

Es hilft übrigens auch, Verblühtes regelmäßig auszuputzen. Die Pflanzen erhalten dadurch den Anreiz, immer wieder neue Blüten für die Samenbildung zu entwickeln. Mit diesem Trick lässt sich die Blütezeit auch bei vielen Stauden hinauszögern. Ein weiteres probates Mittel ist, von den Lücken am Boden abzulenken. Das gelingt beispielsweise hervorragend mit Eyecatchern wie bunten Rosenkugeln, Steinfiguren oder einjährigen Kletterpflanzen, die an einem hübschen Obelisken emporranken und die dritte Dimension betonen.

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