DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig ist und was falsch. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Ausdünnen von Möhren
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Gemüsepflanzen ausdünnen

Manchmal ist weniger mehr. Das trifft auch auf die Pflanzen im Gemüsebeet zu. Selbst wenn Sie gerne hätten, dass jeder Ihrer selbst aufgezogenen Schützlinge auch erwachsen werden darf, ist das nicht immer sinnvoll. Stehen die Sämlinge oder Jungpflanzen zu eng beieinander, machen sie sich gegenseitig Konkurrenz und „streiten“ sich um Wasser und Nährstoffe. Das Ergebnis: viele, aber eher kleine oder gar mickrige Pflanzen. Deshalb ist es sinnvoll, die Reihen regelmäßig auszudünnen. Lassen Sie dabei immer die kräftigeren Pflanzen stehen und richten Sie sich nach den empfohlenen Abständen für die jeweiligen Arten. Übrigens: Viele Arten sind auch als Miniexemplare köstlich und können schon jetzt verzehrt werden. Dazu gehören zum Beispiel Möhren oder die jungen Blätter von Mangold und Spinat.

Ausputzen von Geranien
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Balkonpflanzen ausputzen

Damit die Balkonblumen viele neue Knospen bilden, ist es förderlich, wenn man Verwelktes regelmäßig entfernt. So verschwenden die Pflanzen nicht ihre Kraft für die Bildung von Samen, sondern stecken ihre Energie in neue Knospen. Das bedeutet, dass sie insgesamt üppiger und länger blühen. Auch das Risiko eines Befalls mit Grauschimmel verringert sich durch das Ausputzen. Die verwelkten Blüten knipsen oder brechen Sie entweder mit der Hand aus oder nehmen die Gartenschere zu Hilfe. Entfernen Sie auch beschädigte, trockene oder faule Laubblätter regelmäßig.

Gartenteich mit Pflanzen
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Gartenteich mit Wasser auffüllen

Im Sommer kommt es vor, dass der Wasserspiegel im Teich sinkt. An warmen Sommertagen können das mehrere Zentimeter pro Tag sein. Meist ist das nicht schlimm, sondern nur auf die erhöhte Verdunstung zurückzuführen. Ein Absinken des Wasserspiegels um 20 Zentimeter kann man kurzzeitig tolerieren, es sei denn, bestimmte Uferzonen fallen trocken. Wenn nötig füllen Sie Wasser mit dem Gartenschlauch nach. Damit das Wasser sich etwas erwärmen kann, verwenden Sie einen Brauseaufsatz. Auf diese Weise erleben die Fische im Teich keinen Temperaturschock. Besser als Leitungswasser eignet sich abgestandenes Regenwasser. Ist der Wasserverlust größer oder dauerhaft, müssen Sie überprüfen, ob die Kapillarsperre noch in Ordnung ist oder es sich um eine undichte Stelle in der Folie handelt.

Rasenfläche mit Terrakottaamphore
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Rasen mähen

Nur durch regelmäßige Mahd entsteht ein dauerhaft schöner Rasen, denn der Schnitt fördert das Dichtewachstum des Rasens. Die optimale Schnitthöhe liegt bei vier bis fünf Zentimetern, bei einem reinen Zierrasen können es auch drei Zentimeter sein. Die Mähabstände richten sich nach dem Wetter und der Wachstumsgeschwindigkeit der Gräser. Gleichzeitig gilt, dass pro Mähgang nie mehr als die Hälfte der Aufwuchshöhe auf einmal abgeschnitten werden sollte. Das bedeutet, dass Sie in der Hauptwachstumszeit wöchentlich oder alle ein bis zwei Wochen zum Mäher greifen sollten, beim Zierrasen besser zweimal pro Woche. Besonders in trockenen Zeiten dürfen Sie den Rasen auf keinen Fall zu kurz schneiden, sonst leiden die Wurzeln, der Rasen trocknet schneller aus, verbrennt leicht und wird braun.

Geerntete Kräuter im Korb
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Kräuter auf Vorrat einfrieren

Im Kräuterbeet herrscht nun Hochkonjunktur und die frischen „Gerichte-Verfeinerer“ gibt es im Überfluss. Aber keine Sorge: Können oder wollen Sie nicht alles auf einmal verwenden, frieren Sie doch einfach manche Kräuter ein. So wird der aromatische Überfluss konserviert und für später aufgehoben. Das funktioniert mit Kräutern wie Petersilie, Dill, Bohnenkraut, Liebstöckel, Schnittlauch oder Kerbel. Verwenden Sie zum Tiefkühlen immer nur kleine Portionen, die nach dem Auftauen sofort verbraucht werden können. Das Erntegut sollte locker in Gefrierbeuteln oder -dosen liegen. Gut eignen sich auch Eiswürfelformen. Frieren Sie Kräuter einzeln oder gleich als Mischung ein.

Geerntete Kräuter im Korb
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Kräuter auf Vorrat einfrieren

Im Kräuterbeet herrscht nun Hochkonjunktur und die frischen „Gerichte-Verfeinerer“ gibt es im Überfluss. Aber keine Sorge: Können oder wollen Sie nicht alles auf einmal verwenden, frieren Sie doch einfach manche Kräuter ein. So wird der aromatische Überfluss konserviert und für später aufgehoben. Das funktioniert mit Kräutern wie Petersilie, Dill, Bohnenkraut, Liebstöckel, Schnittlauch oder Kerbel. Verwenden Sie zum Tiefkühlen immer nur kleine Portionen, die nach dem Auftauen sofort verbraucht werden können. Das Erntegut sollte locker in Gefrierbeuteln oder -dosen liegen. Gut eignen sich auch Eiswürfelformen. Frieren Sie Kräuter einzeln oder gleich als Mischung ein.

DONts

Jungvogel im Heckennest
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Hecke schneiden, wenn die Vögel noch brüten

Natürliche Brutstätten für Vögel sind in den letzten Jahrzehnten, unter anderem durch veränderte Anbaumethoden in der Landwirtschaft, stark zurückgegangen. Umso wichtiger ist es, die Rückzugs- und Lebensräume für Vögel und andere heimische Tierarten in privaten Gärten zu schützen. Deshalb gibt es vom 1. März bis 30. September eine Schutzzeit, in der Hecken, Gebüsche, Röhricht und Schilf nicht radikal zurückgeschnitten oder auf Stock gesetzt werden dürfen. Lediglich leichte Form- oder Pflegeschnitte können vorgenommen werden, zum Beispiel wenn die Verkehrspflicht es erfordert und ein Strauch oder eine Hecke in einen Gehwegbereich hineinragt. Aber auch bei diesen Maßnahmen sind Vorsicht und Rücksicht angesagt, um die Tiere nicht zu stören.

Rhabarber im Beet
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Rhabarber ernten nach dem 24. Juni

Der Stichtag für die Ernte von Rhabarber ist Johanni, der 24. Juni. Aus zwei Gründen ist eine spätere Ernte von Rhabarber nicht sinnvoll. Zum einen der gärtnerische Gesichtspunkt: Die Staude erlebt zwar jetzt noch mal einen Wachstumsschub („Johannistrieb“), die Triebe sollten aber nicht mehr geerntet werden, damit die Pflanze genug Nährstoffe und Kräfte für das nächste Jahr sammeln kann. Würden Sie weiter ernten, fiele der Ertrag in der nächsten Saison deutlich geringer aus. Der zweite wichtige Grund betrifft Ihr eigenes Wohlbefinden, denn jetzt steigt der Oxalsäuregehalt im Rhabarber – und der ist nicht gesundheitsförderlich. Vor allem Kleinkinder, Schwangere und Stillende sollten oxalsäurereiche Lebensmittel meiden bzw. nur in ganz geringen Mengen zu sich nehmen.

Gießen mit der Gießkanne
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Tröpfchenweise gießen

Lang anhaltende warme Temperaturen können unseren Pflanzen schon mal zu schaffen machen. Deshalb ist gießen in richtigem Maß und zum richtigen Zeitpunkt (am besten morgens) jetzt das A und O. Egal, ob es sich um Balkonblumen, Stauden, Gemüsepflanzen oder Gehölze handelt: In jedem Fall gilt, dass es besser ist, einmal gründlich und tief zu wässern, als in kürzeren Abständen lediglich die Pflanzen und die Bodenoberfläche zu benetzen. In letzterem Fall dringt das Wasser nicht bis zu den Wurzeln und den tieferen Bodenschichten vor und es verdunstet schneller. Mit einem kräftigen Strahl gegossen, also ohne Brauseaufsatz bzw. Sprüheinstellung, dringt das Wasser am schnellsten in den Boden ein.

Unreife grüne Tomaten
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Unreife Früchte essen

Klar, die Vorfreude auf den Genuss von selbst angebautem Obst und Gemüse ist jetzt groß. Es ist aber dennoch sinnvoll, ihr zu widerstehen und die Früchte Ihrer Arbeit wirklich erst zu ernten bzw. zu verzehren, wenn sie reif sind. Der Vorteil liegt auf der Hand: Erst ausgereiftes Obst und Gemüse entfaltet das volle Potenzial an Geschmack und Aromen und schmeckt einfach intensiver. Noch unreife, feste, säuerlich schmeckende Früchte sind zudem schwer verdaulich und können zu Magen- und Darmbeschwerden führen. Dabei kommt es natürlich auch auf die verzehrte Menge an. Ein einzelner frühreif geernteter Apfel wird einen gesunden Körper noch nicht umhauen. Absolut keine Kompromisse dürfen Sie jedoch bei Nachtschattengewächsen wie der Tomate machen – die enthalten im unreifen Zustand noch Giftstoffe (Solanin), die erst beim Reifeprozess abgebaut werden.

Balkon mit Sonnenschirm
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Balkonblumen mittags in praller Sonne stehen lassen

Die meisten der Saisonblumen, die unsere Balkonkästen und Töpfe schmücken, lieben einen sonnigen Standort. Diese Pflanzen mögen es also sehr hell und warm. Das bedeutet aber nicht, dass sie unbedingt den ganzen Tag pralle Sonne vertragen, wie das zum Beispiel bei Süd- oder Südwestlagen der Fall ist. Erst recht nicht die sehr intensive Mittagssonne und die damit verbundene große Hitze – dann können die Pflanzen schlapp machen oder Verbrennungen erleiden. Verstärkt wird die Wirkung, wenn die Pflanzen vor hellen Wänden stehen, denn diese reflektieren zusätzlich die Strahlen und es kommt zu einem Hitzestau. Gönnen Sie in den Sommermonaten Ihren Pflanzen also auch mal eine Pause und schützen Sie sie mit Sonnenschirm oder Markise gegen die intensive Strahlung in den Mittagsstunden.

Balkon mit Sonnenschirm
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Balkonblumen mittags in praller Sonne stehen lassen

Die meisten der Saisonblumen, die unsere Balkonkästen und Töpfe schmücken, lieben einen sonnigen Standort. Diese Pflanzen mögen es also sehr hell und warm. Das bedeutet aber nicht, dass sie unbedingt den ganzen Tag pralle Sonne vertragen, wie das zum Beispiel bei Süd- oder Südwestlagen der Fall ist. Erst recht nicht die sehr intensive Mittagssonne und die damit verbundene große Hitze – dann können die Pflanzen schlapp machen oder Verbrennungen erleiden. Verstärkt wird die Wirkung, wenn die Pflanzen vor hellen Wänden stehen, denn diese reflektieren zusätzlich die Strahlen und es kommt zu einem Hitzestau. Gönnen Sie in den Sommermonaten Ihren Pflanzen also auch mal eine Pause und schützen Sie sie mit Sonnenschirm oder Markise gegen die intensive Strahlung in den Mittagsstunden.

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