Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
Juni

Steingartenpflanzen im Topf
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Steingarten im Topf anlegen

Töpfe und Schalen lassen sich nicht nur mit den klassischen Sommerblühern bepflanzen, man kann darin auch einen Mini-Steingarten anlegen! Der sieht nicht nur hübsch aus, sondern ist auch ausgesprochen pflegeleicht, weil sich das Gießen im Vergleich zu anderen Pflanzen sehr in Grenzen hält. Viele Steingartengewächse sind außerdem vollkommen frosthart, sodass sie auch draußen überwintern können. Für einen Mini-Steingarten benötigen Sie ein winterfestes Gefäß mit einem Abzugsloch, durch das Wasser ablaufen kann. Befüllt wird der Topf mit einem nicht zu nährstoffreichen Substrat mit hohem Sand- und Splitanteil, in dem sich Steingartenpflanzen auch in der Natur wohlfühlen. Zum Bepflanzen kommen Hauswurz, Steinbrech, Fetthenne, aber auch klein gewachsene Ziergräser wie Blauschwingel infrage – schauen Sie sich einfach mal unter dem reichhaltigen Angebot an Steinpflanzen um! Wer auf Blüten Wert legt, wird an Enzian oder Edelweiß Gefallen finden.

Gießkannen
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Zum richtigen Zeitpunkt gießen

Der Wasserbedarf ist von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich. Sonnenliebhaber brauchen generell mehr als Schattengewächse, Pflanzen mit ledrigen, behaarten oder dickfleischigen Blättern weniger als solche mit großen und dünnen Blättern. Keimlinge und Jungpflanzen nehmen es besonders übel, wenn sie auf dem Trockenen sitzen. Oft zeigen die Pflanzen mit herabhängenden schlaffen Blättern an, dass sie unter Trockenstress leiden und gegossen werden wollen.
Topfpflanzen brauchen meist häufiger Wasser als Pflanzen, die im Beet wachsen, denn ihre Wurzeln sind von wenig Wasser speichernder Erde umgeben. Gerade für die Pflege Ihrer Pflanzen im Topf brauchen Sie im wahrsten Sinne des Wortes Fingerspitzengefühl: Drücken Sie mit dem Zeigefinger auf die Erde im Topf und testen Sie so, ob Sie noch etwas Feuchtigkeit spüren. Fühlt sich der Boden trocken an, dann ist es Zeit für eine Wassergabe. Gießen Sie so viel, wie die Erde aufnehmen kann. Überschüssiges Wasser sollten Sie aber nach einiger Zeit aus dem Untersetzer entfernen, damit keine Staunässe und damit die Gefahr der Wurzelfäulnis entsteht.

Gehölz mit Stützpfählen
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Gehölze mit Stützpfahl überprüfen

Oft benötigen frisch gepflanzte Bäume einen stützenden Stab, der ihnen bei Wind oder Gewitter etwas Halt gibt. Diese Befestigungen sind über mehrere Jahre hinweg notwendig. Jetzt, wenn die Bäume am stärksten in die Dicke wachsen, sollten Sie auf jeden Fall kontrollieren, ob die Stütze noch ihren Zweck erfüllt und vor allem nicht zu eng sitzt! Zu enge Schnürungen könnten dazu führen, dass die Fasern ins Holz einschneiden, was letztlich zum Absterben der Pflanzen führen kann. Lockern Sie bei Bedarf den Knoten oder binden Sie ihn ganz neu. Dazu eignen sich Materialien wie Juteschnüre oder Kokosfasern, es gibt auch spezielle Bindegurte aus Kunststoff. Überprüfen Sie gleichzeitig auch, ob der Stützpfeiler noch fest sitzt. Das geht am besten durch mehrmaliges Hin- und Herrütteln.

Schnecke auf Kies
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Schnecken bekämpfen

Nacktschnecken können einen Gärtner zur Verzweiflung bringen. Aber es gibt viele Möglichkeiten, die Schleimer zu vertreiben! Ungemütlich können Sie es ihnen beispielsweise mit zerbrochenen Eierschalen oder spitzen Strohhalmen machen, die als Barriere um gefährdete Pflanzen ausgebracht werden. Mit Kupferbändern lässt sich an den Seitenwänden von Kübeln und Hochbeeten eine ähnliche Wirkung erzielen. Schneckenzäune halten mit ihrem scharfen Rand vom Betreten der Flächen ab. Oder Sie stellen den Tieren eine Falle: Dazu eignen sich Holzbretter oder große Blätter, unter die sich die Schnecken tagsüber verkriechen. Von dort können Sie die Tiere dann absammeln und entsorgen. Oder Sie setzen auf tierische Helfer: Laufenten, Igel und Hühner haben Schnecken zum Fressen gern. Wenn gar nichts mehr hilft, kann Schneckenkorn sinnvoll sein. Umweltfreundlich ist ein Präparat auf Eisen-III-Phosphat-Basis, das auch nach Regen seine Wirkung behält.

Frischer Kompost
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Prachtstauden düngen

Wer über mehrere Wochen oder Monate hinweg fleißig blüht, möchte gut ernährt werden – das gilt auch für die Prachtstauden wie Rittersporn oder Pfingstrosen im Garten. Diese benötigen inzwischen Düngernachschub, weil alle Nährstoffe im Boden aufgebraucht sind. Im Beet kommen hauptsächlich organische Dünger in Form von Hornspänen oder Kompost zum Einsatz. Für einen Energieschub kann auch ein Volldünger sorgen. Wie viel Dünger notwendig ist, hängt vom Nährstoffgehalt des Bodens ab. Ihn können Sie über eine Bodenprobe ermitteln. Mit Kompost oder Volldünger können Sie im Übrigen auch öfter blühende Rosen sowie Clematis versorgen. Die Pflanzen werden es Ihnen mit üppigem und vor allem gesundem Wachstum danken!

Düngen von Balkonpflanzen
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Balkonpflanzen nachdüngen

Die Balkonblumen haben noch eine lange Blütezeit vor sich. Begrenzt ist aber der Raum im Kübel, aus dem sie mit ihren Wurzeln Nährstoffe schöpfen können. Der Langzeitdünger, der den Sommerblühern beim Pflanzen verabreicht wurde, ist inzwischen verbraucht. Zeit, dass Sie über das Gießwasser für Nachschub sorgen. Dazu eignet sich ein flüssiger Balkonblumendünger, der je nach Art und Sorte ein- oder zweimal wöchentlich, manchmal auch nur vierzehntägig verabreicht wird. Für Geranien gibt es einen speziellen Dünger. Besonders das darin enthaltene Phosphat regt die Blütenneubildung an. Am gleichmäßigsten verteilt sich der Dünger im Gießwasser, wenn Sie erst die Kanne halb mit Wasser füllen, dann den Dünger dazugeben und zum Schluss mit Wasser auffüllen. Übrigens: Ein Nährstoffmangel wird meist durch sich verfärbende ältere Blätter deutlich, häufig lässt auch die Knospenbildung nach.

Buchfink an Vogeltränke
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Vogeltränken aufstellen

Nicht nur die Pflanzen haben im Sommer viel Durst. Denken Sie auch an die Gartenvögel! Insbesondere bei anhaltender Trockenheit benötigen die gefiederten Gartenbesucher ausreichend Flüssigkeit. Teiche oder Wasserbecken mit steilen und tiefen Randzonen sind dafür nicht geeignet. Besser sind flache Schalen oder sprudelnde Quellsteine, wo die Vögel nicht nur trinken, sondern auch ihr Gefieder benetzen können. Ein tägliches Bad trägt beträchtlich zu ihrem Wohlbefinden bei, sehen Sie doch einmal zu, wie sehr das den Vögeln Freude bereitet! Wechseln Sie das Wasser in den Schalen jeden Tag aus. Und achten Sie beim Aufstellen auf ausreichenden Abstand zu Gehölzen und Sträuchern, in denen sich lauernde Katzen verstecken könnten!

Balkon mit Balkonkästen
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Balkonpflanzen windsicher aufstellen

Der Balkon ist gleich viel einladender, wenn er mit Blumen geschmückt ist. Wichtig ist es allerdings, die Pflanzgefäße so zu befestigen, dass sie bei Sturm und Gewitter nicht aus ihren Verankerungen gelöst werden. Dafür sorgen beispielsweise sogenannte Flacheisen, die mit Schrauben und Muttern befestigt werden und in die die Blumenkästen dann gestellt werden. Hübsch sind auch Töpfe mit Aussparung, die rittlings über die Brüstung gesetzt werden. Hier ist eine zusätzliche Fixierung mit Kabelbindern notwendig. Übrigens: Manche Vermieter verpflichten ihre Mieter, die Blumenkästen nicht an der Balkonaußenseite, sondern an der Innenseite anzubringen. Andernfalls sei ein Abstürzen durch Übergewicht der Pflanzen, Sturm oder schlicht Materialermüdung nicht auszuschließen. Also besser erst beim Hausmeister oder -verwalter erkundigen, welche Möglichkeit bei Ihnen erlaubt ist!

Schnitt einer Hainbuchenhecke
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Hecken schneiden

Ein guter Zeitpunkt, um die Hecke in Form zu bringen, ist die zweite Junihälfte. In dieser Zeit setzen die Pflanzen zum Johannistrieb an, die Hecken wachsen dann schön dicht und gleichmäßig weiter. Beachten Sie, dass man in der Zeit vom 1. März bis 30. September beim Schnitt Rücksicht auf die Natur, vor allem auf brütende Vögel, nehmen muss. Es ist deshalb sinnvoll, die Hecke vor der Maßnahme auf Nester mit Jungvögeln zu durchsuchen und gegebenenfalls den Schnitt noch einmal zu verschieben.
Warten Sie auf einen bedeckten Tag, um mit den Arbeiten zu beginnen. Die Blätter, die durch den Schnitt freigelegt werden, leiden, wenn sie sofort der prallen Sonne ausgesetzt werden, weil sie bis jetzt im Schatten gewachsen sind und deshalb leicht verbrennen. Eine elektrische Heckenschere erleichtert den Schnitt enorm. Ziehen Sie das Blatt in langen Bogen von oben nach unten an der Heckenwand entlang. Achten Sie darauf, dass die Hecke nach unten etwas breiter wird, dann kann der Schnee im Winter an den Flanken gut zu Boden rutschen.

Hacken zwischen den Reihen
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Boden hacken

Eine lockere Bodenstruktur ist das A und O, wenn Zierpflanzen und Gemüse gut gedeihen sollen. Nur dann werden die Wurzeln ausreichend mit Wasser und Luft versorgt, beides brauchen sie für ein gesundes Wachstum. Ein wichtiger Schritt zu einem lockeren Substrat ist regelmäßiges Hacken, denn dadurch werden durch das Gießen und den Regen verschlämmte Erdschichten wieder gelockert, Sauerstoffmangel im Boden wird beseitigt. Beim Hacken können Sie auch gleich die jetzt üppig sprießenden Unkräuter entfernen, die den Gartenpflanzen Konkurrenz machen. Vergessen Sie auch nicht den Gärtnerspruch: „Einmal Hacken erspart dreimal Gießen.“ Das bedeutet Folgendes: Lockerer Boden nimmt Wasser besser auf. Gleichzeitig verhindert er, dass Feuchtigkeit aus der Tiefe nach oben dringt und auf der Oberfläche verdunstet.

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