DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig ist und was falsch. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Kübelpflanzen transportieren
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Exotische Kübelpflanzen ausräumen

Wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, also nach den Eisheiligen, dürfen wärmebedürftige Kübelpflanzen ihr geschütztes Winterquartier verlassen. Bevor die Exoten ins Freie umziehen, sollten Sie nachprüfen, ob es den Wurzeln schon zu eng geworden und das Umtopfen in ein größeres Gefäß notwendig ist. Mehr Platz, frische Erde und gegebenenfalls etwas Dünger sorgen für eine gute Starthilfe. Stellen Sie die Pflanzen nicht gleich in die pralle Sonne, sondern erst mal an einen halbschattigen Standort. Nach den lichtarmen Monaten im Winterquartier müssen sich die Pflanzen erst wieder langsam eingewöhnen, sonst besteht die Gefahr eines Sonnenbrands. Nutzen Sie Transportmittel wie Sackkarre oder Tragegurte, um Ihren Rücken zu schonen.

Rose mit Sternrußtau
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Sternrußtau an Rosen bekämpfen

Im Sommer können Rosen an Sternrußtau leiden. Verursacht werden die runden gelben bis schwarzen Flecken mit sternförmigen Rändern von einem Schadpilz. Die Folge: Die Blätter werden gelb und fallen vorzeitig ab. Sorgt man für einen luftigen Standort mit genug Abstand zwischen den Pflanzen oder wählt man resistente Sorten, kann man dem Pilz vorbeugen. Ein regelmäßiger Schnitt sowie eine ausgewogene Düngung (kaliumbetont, Stickstoffüberdüngung ist zu vermeiden) helfen ebenfalls. Wer mag, verwendet zudem vitalisierende Mittel zur Pflanzenstärkung oder spritzt ein Mittel gegen Rosen-Pilzkrankheiten. Ist die Rose betroffen, müssen befallene Blätter (auch das Falllaub) sofort entfernt und beseitigt werden.

Rhododendronblüte ausbrechen
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Rhododendron- und Azaleenblüten ausbrechen

Gerade bei jungen Rhododendron- und Azaleenpflanzen sollte Verblühtes entfernt werden. Dann steckt die Pflanze ihre Kraft nicht in die Samenbildung, sondern nutzt sie für das Wachstum und das Bilden neuer Blüten. Zum Entfernen sollte man weder Messer noch Gartenschere verwenden, denn sonst besteht die Gefahr, die neue Blütenknospe, die unter oder neben der verwelkten sitzt, zu beschädigen. Halten Sie den Zweig an der Stelle, wo die zu entfernende Blüte sitzt, mit zwei Fingern fest. Damit soll ein Abknicken des Zweiges an der falschen Stelle verhindert werden. Drehen Sie mit der anderen Hand die alte Blüte vorsichtig heraus. Bei größeren Pflanzen ist das Ausbrechen nicht mehr nötig. Sie haben genug Kraft, um ausreichend Blüten und Samen auszubilden.

Zwetschgenfrüchte ausdünnen
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Zwetschgen ausdünnen

Obstgehölze wie Äpfel oder Zwetschgen regulieren ihren Blüten- und Fruchtansatz in der Regel selbst. Zum einen geschieht dies durch den Nachblütenfall, bei dem überzählige Blüten abgeworfen werden, und zum anderen durch den sogenannten Junifall, den natürlichen Fruchtfall, bei dem rund ein Drittel der noch kleinen Früchte zu Boden gehen. Doch manchmal reicht das nicht aus. Dann sollte man eingreifen und per Hand ein Zuviel an Früchten entfernen. Das erhöht nicht nur die Fruchtqualität der verbleibenden Früchte, sondern erhöht auch die Blühwilligkeit im nächsten Jahr. Um ein Gespür für das richtige Maß zu finden, stellen Sie sich die Früchte in ausgewachsenem Zustand vor. Bei Zwetschgen gilt beispielsweise als Faustregel 25–30 Früchte pro Meter Fruchtholz.

Holunderblüte des 'Sambucus nigra'
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Holunderblüten ernten

Zeigt der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) seine gelblich-weißen Blüten in Trugdolden, die so herrlich und verführerisch duften, steht der Frühsommer vor der Tür. Schon früh galt der robuste Baum oder Strauch als heilige Pflanze sowie als Allheilmittel und Universalmedizin. Damals verwendete man alle Pflanzenteile, heute kommen nur noch die Blüten und die schwarzen Beeren, die im August und September geerntet werden können, zum Einsatz. Schneiden Sie den ganzen Blütenstand ab und sammeln Sie die Blüten in einem luftigen Korb. Geerntet wird am besten vormittags. Holunderblüten können Sie beispielsweise in Teig ausbacken oder daraus Likör oder Sirup herstellen, welche dann Getränke, Kuchen und Desserts verfeinern.

Holunderblüte des 'Sambucus nigra'
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Holunderblüten ernten

Zeigt der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) seine gelblich-weißen Blüten in Trugdolden, die so herrlich und verführerisch duften, steht der Frühsommer vor der Tür. Schon früh galt der robuste Baum oder Strauch als heilige Pflanze sowie als Allheilmittel und Universalmedizin. Damals verwendete man alle Pflanzenteile, heute kommen nur noch die Blüten und die schwarzen Beeren, die im August und September geerntet werden können, zum Einsatz. Schneiden Sie den ganzen Blütenstand ab und sammeln Sie die Blüten in einem luftigen Korb. Geerntet wird am besten vormittags. Holunderblüten können Sie beispielsweise in Teig ausbacken oder daraus Likör oder Sirup herstellen, welche dann Getränke, Kuchen und Desserts verfeinern.

DONts

Salat, kurz vor der Blüte, in die Höhe geschossen
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Nicht schossfestes Gemüse aussäen

Wenn die Tage länger werden und die Witterung wärmer und trockener, neigen manche Gemüsesorten dazu, zu schnell zu wachsen, um in die Blüte zu kommen. Man spricht dann davon, dass das Gemüse „schießt“. Für die Ernte ist das aber nicht erwünscht, schließlich möchte man statt einer Blüte lieber runde kompakte Salatköpfe haben oder eine kräftige Knolle beim Knollenfenchel. Deshalb ist es wichtig, zum einen den richtigen Aussaattermin für die jeweiligen Pflanzen zu beachten und zum anderen die richtige Sorte, beispielsweise eine schossfeste beziehungsweise eine Sorte, die für den Sommeranbau geeignet ist, zu wählen. Gemüse wie Chinakohl, Pak Choi und Zuckerhut dürfen nicht jetzt, sondern erst ab Juni oder Juli ausgesät werden. Knollenfenchel wird ebenfalls erst ab Mitte/Ende Juni gesät, außer den schossfesten Sorten 'Zefa Fino', 'Argo' oder 'Cantino', die auch früher funktionieren. Sommersorten von Kopfsalat sind 'Attraktion', 'Kagraner Sommer' oder 'Fortuna'. Den Hinweis zur Schossfestigkeit finden Sie auf der Saatgutverpackung.

Frühbeet lüften
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Frühbeet geschlossen halten und nicht schattieren

Da im Mai die Sonne teilweise schon kräftig scheint, kann es im Frühbeet schnell mal zu heiß und stickig werden. Bei zu hohen Temperaturen und zu hoher Luftfeuchtigkeit werden Gemüsejungpflanzen dann lang, weich und krankheitsanfällig. Regelmäßiges und ausreichendes Lüften ist deshalb sehr wichtig, um die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit sowie die Zufuhr von Sauerstoff und Kohlendioxid für die Fotosynthese zu regeln. Glücklich schätzen können sich diejenigen, die eine automatische Lüftungsfunktion beim Frühbeet eingebaut haben – das erleichtert die Arbeit. Bei frisch gepflanzten, noch nicht eingewurzelten Pflanzen sollte auch mit einem Vlies schattiert werden, um Verbrennungen zu vermeiden. Das gilt vor allem für die Zeit der kräftigen Mittagssonne.

Kartoffeln im Beet anhäufeln
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Kartoffeln nicht anhäufeln

Sind die leckeren Erdäpfel im Beet, und sprießen die ersten Triebe aus dem Boden, dürfen Sie eine Pflegearbeit auf keinen Fall vernachlässigen: das Anhäufeln. Das bedeutet, dass Sie immer wieder Erde hoch zu den Trieben ziehen, beispielsweise mit einer Hacke. Damit fördern Sie die Knollenbildung, denn die zugedeckten Sprossen bilden zusätzlich Wurzeln und Tochterknollen. Außerdem wird der Boden gelockert, Unkrautwuchs unterdrückt und verhindert, dass die Knollen ans Licht gelangen. Letzteres würde dazu führen, dass die Knollen grün und ungenießbar werden, da sie giftiges Solanin bilden. Beginnen Sie mit dem Anhäufeln, wenn das Kraut 10–15 cm hoch ist und wiederholen Sie es alle zwei bis drei Wochen bis zur Blüte beziehungsweise bis der Damm circa 30 cm hoch ist.

Teich mit Kindersicherung
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Keine Kindersicherung am Teich anbringen

Ein Teich übt nicht nur auf Erwachsene eine Faszination aus, sondern zieht auch Kinder magisch an. Allerdings besteht schon bei flachem Wasser und kleinen Becken die Gefahr, dass Kleinkinder ertrinken. Eine entsprechende Sicherung ist sehr wichtig, selbst wenn keine Kinder im eigenen Haushalt leben. Für den Teichbesitzer besteht eine sogenannte Verkehrssicherungspflicht, das heißt, er haftet für sämtliche Unfälle und Schäden, die im Zusammenhang mit dem Teich auftreten und die durch übliche Maßnahmen wie eine Einzäunung des Grundstücks verhindert werden hätten können. Zur Sicherung dienen beispielsweise das Befestigen eines möglichst engmaschigen stabilen Gitters (etwa Baustahlgitter) 5 cm unter der Wasseroberfläche, das Installieren eines Warnmeldesystems, das laute Tonsignale anzeigt, wenn ein großer Gegenstand in den Teich fällt, oder eine Einzäunung des Teichs (mindestens 80 cm hoch).

Gießen im Sommer
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Mit kaltem Wasser und am Abend gießen

Eine eiskalte Dusche von oben mögen Pflanzen, genau wie die meisten Menschen, nicht so gern, denn das ist wie ein kleiner Schock. Vor allem junge und frisch gesetzte Pflanzen oder Sämlinge sind empfindlich. Verwenden Sie eine Gießkanne, so können Sie diese nach dem Gießen gleich wieder füllen und stehen lassen. Das hat zwei Vorteile: Das Wasser erwärmt sich auf eine pflanzenfreundliche Temperatur und Kalk kann sich eventuell absetzen. Wasser aus Regentonnen hat übrigens ebenfalls diese Vorteile. Der richtige Zeitpunkt für das Wässern ist der frühe Morgen. Tagsüber würde zu viel Wasser verdunsten und abends ist nicht ideal, da die Nächte im Mai noch kalt sein können. Gehen die Pflanzen mit feuchten Blättern oder Blüten in die kühle Nacht, breiten sich diverse Pilzkrankheiten besonders gut aus.

Gießen im Sommer
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Mit kaltem Wasser und am Abend gießen

Eine eiskalte Dusche von oben mögen Pflanzen, genau wie die meisten Menschen, nicht so gern, denn das ist wie ein kleiner Schock. Vor allem junge und frisch gesetzte Pflanzen oder Sämlinge sind empfindlich. Verwenden Sie eine Gießkanne, so können Sie diese nach dem Gießen gleich wieder füllen und stehen lassen. Das hat zwei Vorteile: Das Wasser erwärmt sich auf eine pflanzenfreundliche Temperatur und Kalk kann sich eventuell absetzen. Wasser aus Regentonnen hat übrigens ebenfalls diese Vorteile. Der richtige Zeitpunkt für das Wässern ist der frühe Morgen. Tagsüber würde zu viel Wasser verdunsten und abends ist nicht ideal, da die Nächte im Mai noch kalt sein können. Gehen die Pflanzen mit feuchten Blättern oder Blüten in die kühle Nacht, breiten sich diverse Pilzkrankheiten besonders gut aus.

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