Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
Mai

Forsythie zurückschneiden
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Frühlingsblüher auslichten

Bei vielen Frühlingsblühern, dazu gehören Forsythie, Blutjohannisbeere oder Kornelkirsche, ist inzwischen die Blütenpracht dahin und es ist Zeit für einen Rückschnitt. Der erfolgt nach der Blüte, denn bereits in diesem Jahr werden die Knospen für die kommende Saison ausgebildet. Schneiden Sie deshalb die abgeblühten Zweige bis zum nächsten kräftigen Seitentrieb zurück. Ältere Triebe – man erkennt sie an der größeren Dicke und der meist raueren Rinde im Vergleich zu jüngeren Trieben – sollten Sie gleichzeitig eine Handbreit über dem Boden abschneiden. Sie sind zu alt und vergreist, an ihnen bilden sich nur noch wenige Knospen. Es reicht, wenn bei jedem Strauch nur noch fünf bis acht Gerüsttriebe stehen bleiben.

Marienkäferhaus
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Nützlinge fördern

Wichtige Verbündete des Gärtners sind im Frühjahr Marienkäfer, Florfliege und Schwebfliege: Sie alle helfen bei der Blattlausbekämpfung. Das tun auch viele Vögel, deren Brut auf tierische Proteine angewiesen ist und sich deshalb neben Insekten auch über Raupen freut. An einer anderen Front sind Igel und Spitzmäuse aktiv: Sie machen sich über die Nacktschnecken her. All diese kleinen Helfer kommen aber nur in den Garten, wenn sie die geeigneten Lebensräume vorfinden. Stein-, Laub- und Holzhaufen oder Heckenschnitt gehören dazu, aber auch eine abwechslungsreiche Bepflanzung mit einheimischen Stauden und Sträuchern sowie ein wohlüberlegter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Mit der chemischen Keule machen Sie nämlich oft nicht nur den Schädlingen, sondern auch den Nützlingen den Garaus. Die Nützlinge freuen sich auch über Brut- und Überwinterungsmöglichkeiten in Insektenhotels, Igelhäusern oder Nistkästen. Bei OBI bekommen Sie die passenden Bausätze oder fertigen Quartiere zum Gleichaufhängen!

Blühende Lupinen
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Zweijährige aussäen

Inzwischen haben sich die Aussaatkästen und -beete geleert. Das heißt aber nicht, dass die Flächen ungenutzt bleiben! Hier ist jetzt Platz für Zweijährige, die sich im Laufe des Jahres zu kräftigen Jungpflanzen entwickeln. Im nächsten Jahr schmücken sie dann den Garten mit ihren Blüten und überbrücken die Zeit zwischen Frühlingszwiebelblumen und Frühsommerstauden. Zu den Zweijährigen zählen Goldlack, Islandmohn, Stiefmütterchen, Gänseblümchen, Vergissmeinnicht, aber auch Bartnelke, Fingerhut, Königskerze, Malve und einige Lupinen.
Verwenden Sie lockere Aussaaterde mit wenigen Nährstoffen, damit die Wurzeln der Jungpflanzen nicht durch Salze geschädigt werden. Achten Sie auf eine gleichmäßige Verteilung der Samen. Wie dicht sie liegen sollen, ist auf dem Samentütchen angegeben. Lichtkeimer werden nur leicht angedrückt, Dunkelkeimer mit einer dünnen Erdschicht übersiebt. Und natürlich das Gießen nicht vergessen! Decken Sie die Gefäße mit einer durchsichtigen Haube oder Folie ab, da hohe Luftfeuchtigkeit die Keimung begünstigt. Diese Folie wird später entfernt, damit die Jungpflanzen ungehindert wachsen können.

Wärme liebende Gemüsejungpflanzen im Freiland
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Südländer ins Freie umziehen

Die Jungpflanzen von Zucchini, Tomate, Paprika, Chili und anderen Südländern haben mittlerweile lange genug unter Glas ausgeharrt. Nachdem die letzten Fröste vorüber sind, kann man sie nach draußen umziehen. Wählen Sie dazu einen Platz mit warmem Mikroklima aus, der außerdem windgeschützt ist. Alle Südländer bevorzugen einen humusreichen und lockeren Boden, der frei von Staunässe ist. Damit sich die Erde stärker erwärmt, können Sie sie mit einer schwarzen Folie abdecken. Angenehmer Nebeneffekt: Die Feuchtigkeit wird durch die Folie im Boden gehalten. Zum Einpflanzen macht man in die Folie einen kreuzförmigen Einschnitt, in den dann die Pflanze gesetzt wird. Achten Sie auf einen genügend großen Abstand zwischen den Pflanzen, besonders bei Zucchini und Melonen kann der Platzbedarf sehr groß sein.
Wollen Sie die Pflanzen im Kübel kultivieren, sollten Sie auf ein ausreichend großes Volumen achten. Gerade am Anfang sind die Pflänzchen noch nicht an die starken Sonnenstrahlen gewöhnt. Um Verbrennungen zu vermeiden, kann ein Schattieren notwendig sein.

Erdbeeren auf Stroh
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Erdbeeren mulchen

Grauschimmel ist eine Pilzkrankheit, die leider oft bei Erdbeeren Probleme macht. Besonders bei längeren Regenperioden macht der Pilz die leckeren Früchte ungenießbar. Befallene Früchte müssen deshalb regelmäßig entfernt werden. Die Infektionsgefahr lässt sich erheblich reduzieren, wenn Sie die Fläche unter den Erdbeerpflanzen spätestens nach der Blüte mit Mulch auslegen. Diese Schicht sollte etwa drei bis fünf Zentimeter hoch sein. Am häufigsten wird zum Mulchen Stroh verwendet. Bestenfalls stammt es aus Bioanbau, da es dann frei von Pestiziden und Wuchshemmstoffen ist, die sich negativ auf das Erdbeerwachstum auswirken könnten. Alternativ können Sie auch Gehölzschnitt verwenden. Holzwolle oder Blähton sind besonders dann sinnvoll, wenn die Erdbeeren in Kübeln oder Kästen wachsen. Das Mulchen hat aber noch weitere Vorteile: Die Erdbeeren sind dadurch vor Trockenheit, Temperaturschwankungen und Unkrautwuchs geschützt, außerdem bleiben die Früchte sauber.

Staudenstütze aus Zweigen bei Rittersporn
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Stauden stützen

Hochwüchsige Staudensorten werden oft durch Wind oder Gewitterstürme umgeknickt. Durch rechtzeitig angebrachte Stützen lässt sich das wirkungsvoll vermeiden. Bei Dahlien stellt man den Stützstab bereits beim Pflanzen ins Pflanzloch, um die Knollen nicht zu verletzen. Bei Sommerstauden wie Rittersporn oder Glockenblumen kann man die Stütze auch zu einem späteren Zeitpunkt anbringen – allerdings nicht erst, wenn die Pflanzen bereits auseinandergefallen sind. Soll eine vieltriebige Staude gestützt werden, so sind „mitwachsende“ Ringe aus Kunststoff oder Metall, die in den Boden gesteckt werden, sinnvoll. Das Stützen von einzelnen Trieben, etwa bei Gladiolen, kann auch durch Bambus- oder Metallstäbe erfolgen, an denen die Blumen dann mit Blumendraht oder Jute festgebunden werden.
Jetzt ist auch die richtige Zeit, um die Triebe von Kletterpflanzen nach oben zu leiten. Je nach Methode – ob windend, rankend oder klimmend – sind dafür unterschiedliche Gerüste, etwa in Form von senkrechten oder waagrechten Kletterhilfen, Seilen oder Stangen unterschiedlicher Dicke, notwendig.

Samenbomben
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Samenbomben werfen

Wildblumen sind selten geworden in unserer Landschaft, aber auch in unseren Gärten. Mit einer Mischung aus Blütensaatgut kann man Blumeninseln überall dort schaffen, wo sich leere Flächen zeigen. Über die vielen Pflanzen, die über die ganze Saison verteilt blühen, freuen sich besonders auch die zahlreichen Insekten, die zurzeit auf Nektarsuche sind und den Gärtnern bei der Befruchtung, teilweise auch bei der Schädlingsbekämpfung, so gute Dienste leisten. Das Ausbringen geht ganz einfach: Die Samen werden gleichmäßig auf dem lockeren und unkrautfreien Boden verteilt, dann eingeharkt und leicht angetreten. In der Folgezeit die Fläche feucht halten!
Wer seinen Garten bunter gestalten will, kann die Samen auch mit fünf Teilen nasser Tonerde und vier Teilen Kompost mischen und daraus kleine Kügelchen formen. Die getrockneten Kugeln bringt man überall dort aus, wo Grün fehlt – bringen Sie Ihren Garten zum Blühen!

Blühende Seerose
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Seerosen pflanzen

Seerosen sind zweifellos eine Bereicherung für jeden Teich, doch es gibt einiges zu beachten, um die richtige Sorte auszuwählen. Neben der Größe der Wasserfläche kommt es auf die Teichtiefe an: Manche Seerosen brauchen eine Mindesttiefe von 20–40 cm, andere mindestens 80 cm hohes Wasser. Kleinere Exemplare kommen mit einem Quadratmeter aus, andere benötigen einen Freiraum von mindestens zwei Quadratmetern. Viele mitteleuropäische Seerosen sind unter den richtigen Rahmenbedingungen winterhart. Tropische Seerosen, die nachts ihre Blüten öffnen, müssen im Spätherbst ins Winterquartier.
Seerosen gewöhnt man schrittweise an die passende Wassertiefe. Dazu kommt der Pflanzkorb erst ins flache Wasser, sukzessive gelangt die Seerose dann ins tiefere Wasser. Dabei muss sie immer Zeit zum Wachsen haben, damit die Schwimmblätter durchgehend an der Wasseroberfläche liegen. Setzt man die Seerose gleich ins Tiefe, wird sie nicht genügend Laub und auch keine Blüten entwickeln.

Kultur von Tomaten
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Tomaten richtig kultivieren

Ab Mitte Mai können die Tomaten ins Freie, bevorzugt an ein warmes und sonniges Plätzchen. Am besten behagt ihnen ein humusreicher Boden, dem Sie etwas Kompost zusetzen oder gleich spezielle Tomatenerde. Nur am Anfang werden die Tomaten tüchtig gegossen – und zwar der Boden, nicht die Blätter! –, später werden sie eher kurz gehalten, damit sich das Wurzelwerk bildet und die Blüte gefördert wird. Ein schützendes Dach hilft beim Schutz vor Blattkrankheiten. Um Pilzinfektionen zu verhindern, können Sie später die untersten Blätter der Pflanze entfernen, das verbessert die Luftzirkulation! Sie können Tomaten übrigens nicht nur im Beet, sondern auch im Topf oder in Hanging Baskets kultivieren.
Eintriebig gezogene Tomaten (sogenannte Stabtomaten) leitet man an einem Stab nach oben. Mit etwas Spielraum wird die Pflanze daran durch einen Clip befestigt. Um die Kraft der Pflanze auf die vorhandenen Früchte zu konzentrieren, bricht man vorsichtig alle übrigen Triebe aus den Blattachsen aus. Bei Buschtomaten ist diese Maßnahme nicht notwendig.

Ans Fallrohr angeschlossene Regentonne
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Speicher für Regenwasser aufstellen

Pflanzen brauchen Wasser zum Wachsen. Das muss man aber nicht aus der Leitung beziehen, schließlich fällt es gratis vom Himmel! Den Pflanzen tut man damit einen großen Gefallen, denn Regenwasser ist oft weicher als kalkreiches Leitungswasser, und das mögen sie lieber. Das Auffangen des Wassers ist ganz einfach: Man stellt Gefäße wie Badewannen oder Viehtränken einfach dort auf, wo das Wasser benötigt wird. Damit Kinder, Vögel und Kleintiere nicht hineinfallen, sollte die Wasserfläche abgedeckt werden. Alternativ können Sie die Dachrinne anzapfen, indem Sie eine Regentonne an einem Regenfallrohr anschließen. Bei vielen Regenrinnen sind sogar bereits solche Klappvorrichtungen integriert, die man bei Regen einfach öffnet und schließt, wenn die Tonne voll ist. Intelligente Regensammler stoppen dagegen die Zufuhr des Wassers automatisch, wenn der Rand erreicht ist. Ein Tipp: Blättersiebe verhindern, dass die Regenrinne verstopft – auf diese Weise ist der Zulauf immer gesichert!

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