Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
11/2015 November 2015

Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
November

Laubhaufen für Gartentiere
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Winterquartier für Gartentiere

Frost und Schnee sind für viele Gartentiere immer eine besondere Herausforderung. Sie benötigen einen geeigneten Rückzugsort, an dem sie die kalte Jahreszeit überdauern können. Helfen Sie Nützlingen wie Igel und Co., in Ihrem Garten Unterschlupf zu finden. Lassen Sie Reisig- und Laubhaufen in geschützten Gartenecken liegen, schichten Sie Steine, Holzscheite und Ziegel übereinander oder beschaffen Sie für diesen Zweck spezielle wetterfeste Winterbehausungen in Ihrem OBI Markt. Es macht auch Sinn, Staudenstängel über Winter stehen zu lassen, denn die hohlen Halme dienen nützlichen Insekten ebenso als Überwinterungsplatz wie Astlöcher oder Mauerfugen. Auch ein Insektenhotel bietet Schutz bis zum kommenden Frühjahr. In winzigen Erdhöhlen überwintern Hummelkönigin und Wildbienen. Reptilien überstehen dort ebenfalls die kalte Jahreszeit. Ein offenes Fenster im Schuppen oder Speicher ermöglicht beispielsweise Marienkäfern, Tagpfauenaugen oder sogar Fledermäusen Zuflucht. Vögeln, die es im Winter nicht in südliche Gefilde zieht, helfen Sie, indem Sie Asthöhlen erhalten, nicht alle Früchte von Wildsträuchern und Obstbäumen ernten und spezielles Vogelfutter an Futterplätzen bereitstellen.

Strauchschnitt häckseln
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Strauchschnitt häckseln

In Ihrem Garten steckt viel Potenzial – sicher mehr als Sie denken! Mit den großen Mengen an Grünabfall, der beim Rückschnitt vor dem Winter anfällt, können Sie nämlich noch viel Gutes tun. Die wertvolle Biomasse im sperrigen Strauchschnitt zum Beispiel ist viel zu schade zum Entsorgen. Im Kompost oder im Hochbeet leistet das Schnittgut noch wertvolle Dienste als Strukturmaterial. Igel und Co. freuen sich über einen Reisighaufen zum Überwintern und als Mulch deckt das Häckselgut unter Gehölzen den Boden ab. Einen schönen Nebeneffekt hat das Ganze auch: In der Biotonne bleibt genügend Platz für andere Gartenabfälle. Ein eigener Häcksler ist preiswert in der Anschaffung, nimmt nicht viel Platz weg und gibt Ihnen das gute Gefühl, die Wertstoffe in Ihrem Garten jederzeit sinnvoll recyceln zu können. Ein passendes Gerät für Ihren Bedarf finden Sie jetzt in Ihrem OBI Markt.

Möhren in Sand einschlagen
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Wintergemüse schützen oder einlagern

Viele Wintergemüse sind hart im Nehmen. Einige Kohlgewächse, aber auch Spinat, Radicchio oder Winter-Lauch können – am besten unter einem Frostschutzvlies – auch die Wintermonate über im Beet stehen. Bei geringen Minusgraden sind sie darunter vor Frost geschützt und können, beispielsweise nach Schneefall, unter dem Vlies leichter geerntet werden. Grün-, Rosenkohl oder Pastinaken werden ohnehin erst nach Frosteinwirkung geerntet. Stärke wird bei Frost in Zucker umgewandelt und das Gemüse ist danach bekömmlicher. Auch für die Kultur von Wintersalaten wie Feldsalat oder Winterpostelein (Winterportulak) bietet sich die Abdeckung mit einem Vlies an. Sie sind darunter ebenfalls viel einfacher zu ernten. Bei anderen, wie späten Möhren, Endivien, Winterrettich oder Mangold, lässt sich die Ernte durch die Vliesabdeckung noch etwas hinauszögern. Sie werden anschließend in einem kühlen, frostfreien Keller gelagert. In einer mit Zeitungspapier ausstaffierten Holzkiste bleiben sie eingelagert zwischen feuchtem Sand monatelang frisch und knackig.

Kälteempfindliche Topfgewächse
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Empfindliche Kräuter- und Kübelpflanzen einräumen

Sofern noch nicht geschehen wird es jetzt höchste Zeit, frostempfindliche Topfgewächse ins Winterquartier zu räumen. Empfindliche mediterrane Kräuter und Kübelpflanzen, manche Kakteen und andere Vertreter (sub)tropischer Regionen nehmen bereits wenige Minusgrade übel. Andere wie Zitronen, Oleander, Kamelien und einige Palmen können geringen Frost ertragen und werden erst reingeholt, wenn die Temperaturen für längere Zeit unter null Grad Celsius sinken. Vorher genügt über Nacht die Abdeckung mit einem Frostschutzvlies. Stellen Sie immergrüne Pflanzen in einem Schuppen oder im Haus an einen hellen, kühlen Platz und gießen Sie sie regelmäßig. Laub abwerfende Gewächse können dunkel stehen und brauchen nur wenig Wasser. Sie sollten aber nicht austrocknen. Kontrollieren Sie alle Pflanzen im Winterquartier regelmäßig auf Krankheiten oder Schädlingsbefall.

Pflanzgranulat im Pflanzgefäß
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Nässe vermeiden bei empfindlichen Wurzeln

Ein verdichteter Boden, in dem sich das Wasser staut, ist so ziemlich das Schlechteste, was Pflanzenwurzeln, Knollen- oder Zwiebelpflanzen passieren kann. Denn unter Luftabschluss fault ihr empfindliches Gewebe sehr schnell und die Pflanze stirbt ab. Egal, ob es sich um Topfpflanzen handelt oder Gewächse im Beet – Staunässe gilt es zu vermeiden. Denn mit Ausnahme von reinen Sumpf- und Wasserpflanzen gibt es nur sehr wenige Vertreter im Pflanzenreich, die gern längere Zeit im Wasser stehen. Verhindern lässt sich Staunässe meistens durch eine Drainageschicht im Topf oder im Boden. Bei Topfgewächsen hat sich beispielsweise Pflanzgranulat bewährt, der porös ist und eine in der Regel ausreichende Wasseraufnahmekapazität hat. Bei schweren Gartenböden mit hohem Tonanteil hilft das Unterharken von Sand, Lavagrus oder Kies, um den Boden zumindest im Wurzelbereich der Pflanzen durchlässiger zu machen. So lässt sich beispielsweise auch gut verhindern, dass Blumenzwiebeln in einem zu feuchten Milieu stehen.

Gartenteich im Winter
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Gartenteich winterfest machen

Wasser verändert beim Gefrieren ja nicht nur seinen Aggregatzustand, es nimmt auch an Volumen zu. Wer einmal mit einem geplatzten Wasserrohr im Garten zu tun hatte, vergisst deshalb vermutlich nie mehr, den Zulauf rechtzeitig vor dem ersten Frost abzudrehen. Auch im Gartenteich kann das Zufrieren der Wasserfläche zu Problemen führen, und zwar in erster Linie für die Tiere, die darin leben. Sie benötigen Sauerstoff, und dessen Zufuhr ist nur gewährleistet, wenn die Wasserfläche offen gehalten wird. Ein spezieller elektrischer Eisfreihalter macht das professionell, aber es reicht meist schon, ein paar hohle Schilfhalme zu bündeln und an verschiedenen Stellen ins zufrierende Wasser zu stecken. Pumpen, Skimmer und anderes elektrisch betriebenes Teichequipment sollten vor Winterbeginn ebenfalls aus dem Wasser geholt und frostfrei gelagert werden. Unterbinden Sie auch die Stromzufuhr, sofern sie nicht für die Beleuchtung oder einen Eisfreihalter benötigt wird. Empfindliche Wasserpflanzen wie Seerosen, die nicht fest verwurzelt, sondern in Pflanzbehältern im Wasser stehen, holen Sie heraus und überwintern sie eingeschlagen in feuchte Tücher in einem frostfreien Kellerraum oder Schuppen.

Gelb blühende Primel
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Kaltkeimer aussäen

Nicht alle mögen es gerne immerzu heiß. Das ist auch bei den Pflanzen so. Einige Vertreter der hiesigen Gebirgsflora oder Pflanzen kalter Regionen legen bei ihrer Entwicklung sogar sehr viel Wert auf Coolness. Sie benötigen zum Keimen kühle Temperaturen um circa fünf Grad Celsius, einige sogar Minusgrade bis etwa minus fünf Grad Celsius. Auf den Kältereiz reagieren bestimmte Wachstumshormone in den Samen. Bleibt er aus, erhält der Embryo im Samenkorn keinen Impuls zu wachsen und es kommt nicht zur Keimung – auch wenn dafür genügend Feuchtigkeit vorhanden wäre. Bärlauch und Iris, Pfingstrosen, Veilchen und Astern, Waldmeister und Phlox, Primeln, Glockenblumen, Lilien und Scheinmohn – sie alle gehören zu den Kaltkeimern. Bärlauch, Lilien und Iris werden allerdings in der Regel nicht über Samen, sondern besser über Tochterzwiebeln, respektive Rhizome vermehrt. Die Übrigen werden bereits im Herbst in Schalen ausgesät und dann zunächst an einen warmen Platz gestellt, wo der Samen zum Aufquellen angefeuchtet wird. Nach circa zwei Wochen werden die Saatschalen dann der Kälte ausgesetzt – je nach Art ebenfalls für mehrere Wochen. Zur Not tut es auch ein Kühlschrank. Das Gefrierfach darin ist allerdings zu kalt!

Rosensteckholz
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Vermehren durch Steckhölzer

Sobald ab circa Mitte November der Saftstrom im Holz versiegt, können Steckhölzer von bereits verholzenden Strauchtrieben abgeschnitten werden – eine einfache Art, um zum Beispiel größere Mengen von Liguster, Forsythie, Rosen, Hartriegel oder Schneeball für eine Heckenpflanzung zu vermehren. Zu beachten ist dabei, dass nicht die Triebspitzen verwendet werden, wie bei der Stecklingsvermehrung, sondern ein vitaler einjähriger Abschnitt aus dem mittleren Teil des Astes. Das Holz wird vor dem Pflanzen auf eine Länge von 25 Zentimetern gekürzt und dabei so markiert, dass man beim Pflanzen noch weiß, wo unten und wo oben war. Jedes Holzstück sollte mehrere Blattknospen aufweisen, an denen sich dann entweder unterirdisch Wurzeln oder oberirdisch Blätter bilden. Das untere Ende des Holzes wird tief in den Boden gesteckt, sodass oben nur noch circa fünf bis zehn Zentimeter herausschauen. Das fördert die Wurzelbildung. Bei bereits gefrorenem Boden ist es auch möglich, die Hölzer in ein feuchtes Tuch zu wickeln und an einem kühlen Ort bis zum Februar zu lagern. Sie dann erst zu schneiden, wäre eventuell zu spät, denn der Saftstrom ist dann oft schon wieder im Gang und das Gehölz würde nach dem Schnitt „ausbluten“.

Gewächshaus im Garten
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Gewächshaus für den Winter präparieren

In den Wintermonaten ist Licht ein knappes Gut. Insofern tun Sie gut daran, die Scheiben des Gewächshauses noch mal gründlich zu reinigen, damit jeder Lichtstrahl die darin überwinternden Pflanzen auch erreicht. Algenbeläge und schmutzige Ablagerungen lassen sonst zu wenig Licht durch. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie die Wände mit Luftpolsterfolie abdichten, um zum Beispiel empfindliche Kübelpflanzen im Gewächshaus zu überwintern. Denn auch die Isolierung schluckt viel Licht. Verzichten können Sie darauf allenfalls, wenn Sie das Gewächshaus elektrisch beheizen. Das ist aber nur nötig, wenn darin frostempfindliche Gewächse kultiviert oder gelagert werden. Für den Anbau von Wintergemüse oder Wintersalaten reicht das ungeheizte Gewächshaus in normalen Wintern aus.

Wasserzapfstelle im Garten
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Wasserversorgung im Garten abstellen

Treffen Sie jetzt Vorsorge, damit über Winter keine Schäden an den Armaturen und Wasserleitungen im Garten auftreten. Drehen Sie die Hauptzuleitung ab und lassen Sie das Wasser komplett aus den Leitungen ablaufen. Der Hahn kann dann ruhig offen bleiben, damit eventuell noch Restwasser abfließen kann. So verhindern Sie, dass die Wasserleitungen platzen, sobald das Wasser darin bei Frost gefriert und sich ausdehnt. Es macht Sinn, die Armaturen abzuschrauben und die Dichtungen einzufetten, damit sie nicht spröde werden. Denken Sie auch daran, Regenauffang- und andere Wasserbehälter zu entleeren, um deren Wände zu schonen. Kunststoff erweist sich meist als relativ flexibel, aber Behälter aus Beton können Risse bekommen. Pumpen, Skimmer und elektrisch betriebene Wasserspiele im Gartenteich werden über Winter am besten aus dem Wasser genommen, um Frostschäden an Elektrik und Mechanik zu vermeiden. Bewahren Sie die Geräte in einem Eimer mit Wasser an einem frostfreien Ort auf. So trocknen sie nicht aus und die Dichtungen werden auch nicht porös.

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