Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
10/2015 Oktober 2015

DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig ist und was falsch. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Herbstlaub zusammenrechen
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Herbstlaub kompostieren

Falllaub ist viel zu schade für die Biotonne, denn es lässt sich im Garten noch vielseitig verwenden, beispielsweise als Mulchdecke unter Gehölzen, als Überwinterungsplatz für den Igel, als Strukturmaterial für das Hoch- oder Hügelbeet und auch, um es zu kompostieren. Da Falllaub nährstoffarm ist, wird es mit anderen Gartenabfällen wie Rasenschnitt gemischt, um den Nährstoffanteil des Komposts zu erhöhen. Einige Laubgehölze wie Eiche oder Walnuss enthalten viele Gerbstoffe, die den Rotteprozess behindern. Ihr Laub sollte nur in kleinen Mengen beigemischt werden. Ideal ist dagegen beispielsweise das Laub von Obstgehölzen wie Apfel, Birne oder Zwetschge. Wenn Sie einen Thermokomposter verwenden und etwas Kompostbeschleuniger dazugeben, wird aus den Blättern schnell wertvolle Lauberde.

Englische Rose 'William Shakespeare 2000'
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Empfindliche Rosen anhäufeln

Die meisten neuen Sorten (beispielsweise ADR-Rosen) sind widerstandsfähig und überstehen den Winter auch ohne Anhäufeln. Voraussetzung dafür ist aber, dass ihre Veredelungsstelle eine Handbreit unter dem Boden liegt. Wer bei Kahlfrösten auf Nummer sicher gehen möchte, häufelt die Rose etwa 20 Zentimeter mit normaler Gartenerde an. Torf ist dafür aus Umweltschutzgründen tabu und kommt schon allein deshalb nicht infrage, weil er den Boden übersäuert und viel Wasser speichert, das im Winter friert. Darüber kann noch eine Lage reifer Kompost oder Pferdemist gegeben werden, der wärmt und schon einen Nährstoffvorrat für das kommende Jahr bereithält. Auch Laub kommt dafür infrage, allerdings nur solches ohne Krankheitskeime. Zusätzlich werden ein paar Tannenzweige zwischen die Triebe gesteckt. So kommen Beet-, Strauch- und Kletterrosen gut über den Winter.

Raureif an Wintergemüse
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Vlies für Wintergemüse

Wintergemüsesorten wie Kohlgewächse, Winterlauch, Spinat oder Radicchio können unter einem Frostschutzvlies über den Winter im Beet bleiben. Das hat den Vorteil, dass sie bei geringen Minusgraden vor Frost geschützt sind und nach Schneefall unter dem Vlies leichter geerntet werden können. Grün- oder Rosenkohl oder Pastinaken benötigen Frosteinwirkung ja ohnehin für bessere Bekömmlichkeit, bei anderen wie späten Möhren, Endivien, Winterrettich oder Mangold lässt sich die Ernte durch eine Vliesabdeckung noch etwas hinauszögern. Auch für die Kultur von Wintersalaten wie Feldsalat, Winterpostelein oder Winterportulak bietet sich die Abdeckung mit einem Vlies an. Sie sind darunter ebenfalls viel einfacher zu ernten.

Baumrinde weißeln
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Obstbaumrinde weißeln

Durch das fehlende Laubdach ist die Rinde der Obstbäume über Winter schutzlos der grellen Wintersonne ausgesetzt. Temperaturschwankungen sorgen für Spannungen und lassen die Rinde leicht aufplatzen, was wiederum Schädlingen und Pilzkrankheiten den Zugang erleichtert. Der Anstrich mit weißer Schutzfarbe lässt die Wintersonne reflektieren und hält die Rinde elastisch. Außerdem reichern darin enthaltene Kieselsäure, Kräuterextrakte und Spurenelemente wie Eisen und Magnesium die Rinde mit zusätzlichen Nährstoffen an.

Blattrosette vom Fingerhut
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Zweijährige pflanzen

Für die Sämlinge im Frühsommer ausgesäter zweijähriger Kräuter und Blumen ist nun die beste Zeit, sie an Ort und Stelle zu verpflanzen. Sie wurzeln noch vor dem Winter an ihrem endgültigen Platz ein und treiben dann im Frühjahr erstmalig mit Blütenstielen aus, nachdem der winterliche Frost die Blütenbildung angeregt hat. Die im ersten Jahr dafür gespeicherten Inhaltsstoffe im Wurzelspross kommen im zweiten Jahr zum Einsatz. Dies gilt beispielsweise für Fingerhut, Goldlack, Bartnelken, Vergissmeinnicht, Stockrosen oder Islandmohn und bei zweijährigen Kräutern wie Petersilie, Muskatellersalbei, Wegwarte oder Kümmel.

Blattrosette vom Fingerhut
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Zweijährige pflanzen

Für die Sämlinge im Frühsommer ausgesäter zweijähriger Kräuter und Blumen ist nun die beste Zeit, sie an Ort und Stelle zu verpflanzen. Sie wurzeln noch vor dem Winter an ihrem endgültigen Platz ein und treiben dann im Frühjahr erstmalig mit Blütenstielen aus, nachdem der winterliche Frost die Blütenbildung angeregt hat. Die im ersten Jahr dafür gespeicherten Inhaltsstoffe im Wurzelspross kommen im zweiten Jahr zum Einsatz. Dies gilt beispielsweise für Fingerhut, Goldlack, Bartnelken, Vergissmeinnicht, Stockrosen oder Islandmohn und bei zweijährigen Kräutern wie Petersilie, Muskatellersalbei, Wegwarte oder Kümmel.

DONts

Laub auf dem Rasen
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Laub nicht auf dem Rasen liegen lassen

Erst lohnt es sich wegen einiger weniger Blätter nicht, und später kommt man nicht dazu, das lästige Laub auf dem Rasen fortzuharken. Eine geschlossene Laubdecke sollte aber nicht tagelang auf dem Rasen liegen bleiben. Zu groß ist die Gefahr, dass die Halme darunter kein Licht und keine Luft mehr bekommen. Noch schlimmer aber ist es, wenn es außerdem noch regnet und nasse Blätter eine geschlossene Fläche bilden. Das feuchte Milieu macht die Gräser anfällig für Pilzerkrankungen, die sich dann den Winter über großflächig auf dem Rasen ausbreiten. Herbstlicher Freizeitsport in Form von Laubharken ist daher nicht nur für Gartenbesitzer gesund, sondern auch für den Rasen!

Gräser und Stauden im Herbst
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Abgeblühte Stauden (auch Gräser) nicht zurückschneiden

Schneiden Sie die oberirdischen Triebe der Stauden und verblühte Gräserhalme über Winter nicht zurück. Sie geben dem Garten nicht nur optisch in der kalten Jahreszeit Struktur. Sie sind auch nützlich. Über Winter schützen sie den Wurzelbereich der Pflanzen und auch den Boden vor Frost und ungefilterter Wintersonne. Sie dienen Insekten als Winterquartier und ihre Samen den Vögeln als Nahrung. Außerdem stellen sich ihre ästhetischen Vorzüge oftmals erst bei Raureif heraus, wenn der Frost ihre Konturen verschärft und nichts Blühendes mehr von den interessanten Strukturen ablenkt, die beispielsweise durch hochwüchsige Stauden im Garten entstehen.

Neu gepflanzter Zierapfel
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Nicht vergessen: neu gepflanzte Gehölze regelmäßig gießen

Damit neu gepflanzte Gehölze vor dem Winter noch gut anwurzeln, ist es wichtig, sie regelmäßig zu gießen. Durch das Einschlämmen sind die Wurzeln überall von Erde umgeben und finden schnell Halt. Außerdem ist so gewährleistet, dass sich große Poren schließen und der umgebende Boden später nicht mehr so stark zusammensackt. Falls noch nicht geschehen: Bilden Sie einen Gießrand um den Wurzelbereich, damit das Wasser nicht zu den Seiten ablaufen kann.

Rasenroboter im Einsatz
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Rasenpflege nicht zu früh beenden

Solange Gräser regelmäßig geschnitten werden, treiben sie auch neue Halme. Irgendwann signalisieren aber auch ihnen Lichtmangel und Kälte, dass die Vegetationszeit zu Ende ist. Bis es so weit ist, sollten Sie den Rasen weiter mähen. Düngen können Sie ihn sogar noch im Oktober – allerdings mit einem kaliumbetonten Herbstdünger, der die Halme kräftigt und sie unempfindlich gegen Frost und Nässe macht. Nur wenn es zu einem sehr frühen Wintereinbruch kommt, ist dies nicht mehr möglich. Meist erfolgt der letzte Rasenschnitt aber erst im November. Kehren Sie bis dahin regelmäßig das Laub von der Fläche – das lässt sich praktischerweise mit dem Rasenmähen verbinden. Stellen Sie die Schnitthöhe bei der letzten Mahd möglichst niedrig. Das vermindert die Angriffsfläche für Frost und Nässe und sorgt bei einer Schneeauflage dafür, dass die Halme darunter nicht umknicken.

Kompost mit Kürbispflanze
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Essensreste, kranke Pflanzenteile und Zitrusschalen nicht auf den Kompost

Im Herbst fällt bei der Gartenarbeit viel Material an, das sich gut kompostieren lässt. Aber gehäckselter Strauchschnitt allein macht noch keinen Kompost. Wie in vielen Fällen ist auch beim Kompostieren eine ausgewogene Mischung aus trockenen und nassen Bestandteilen für das „Gold des Gärtners“ entscheidend. Küchenabfälle sind dafür ideal, aber es dürfen keine Fleischreste und gekochten Speisereste dazugegeben werden, da sie nur langsam abbaubar sind und Ungeziefer anlocken. Auch die Schalen von Zitruspflanzen sind ungeeignet, da sie häufig mit einer Wachsschicht versehen sind und zusätzlich eventuell noch mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden. Des Weiteren sind blühendes Unkraut oder kranke Pflanzenteile tabu. Samen, Schädlingseier oder Krankheitskeime entwickeln sich im warmen Kompostklima nämlich prächtig.

Kompost mit Kürbispflanze
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Essensreste, kranke Pflanzenteile und Zitrusschalen nicht auf den Kompost

Im Herbst fällt bei der Gartenarbeit viel Material an, das sich gut kompostieren lässt. Aber gehäckselter Strauchschnitt allein macht noch keinen Kompost. Wie in vielen Fällen ist auch beim Kompostieren eine ausgewogene Mischung aus trockenen und nassen Bestandteilen für das „Gold des Gärtners“ entscheidend. Küchenabfälle sind dafür ideal, aber es dürfen keine Fleischreste und gekochten Speisereste dazugegeben werden, da sie nur langsam abbaubar sind und Ungeziefer anlocken. Auch die Schalen von Zitruspflanzen sind ungeeignet, da sie häufig mit einer Wachsschicht versehen sind und zusätzlich eventuell noch mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden. Des Weiteren sind blühendes Unkraut oder kranke Pflanzenteile tabu. Samen, Schädlingseier oder Krankheitskeime entwickeln sich im warmen Kompostklima nämlich prächtig.

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