DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig ist und was falsch. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Geerntete Walnüsse in Körben auf Rasen mit Gartentor im Hintergrund.
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Geduldig auf reife Walnüsse warten

Gehören Sie auch zu den Glücklichen, die einen Walnussbaum besitzen? Dann freuen Sie sich auf die ersten Früchte. Den Erntezeitpunkt bestimmt ganz allein die Natur. Walnüsse fallen von selbst vom Baum, wenn sie reif sind. Sie sollten niemals voreilig gepflückt oder mit Stöcken herunter geschlagen werden. Das Geräusch der dick ummantelten Nüsse, wenn sie auf den Boden plumpsen, ist das Startzeichen. Sammeln sie alle Früchte möglichst schnell vom Boden auf und entfernen Sie die grüne Schale, damit sie nicht schimmeln. Tragen Sie dabei Handschuhe, denn die Schale steckt voller Gerbsäure und verfärbt die Haut. Danach müssen die Nüsse sofort an einem trockenen Ort aufbewahrt werden. Am besten breitet man sie im warmen, aber luftigen Heizungskeller aus. Achtung: Bei Temperaturen über 25 Grad werden die fettreichen Nüsse ranzig. Nach fünf bis sechs Wochen sind die Nüsse richtig durchgetrocknet und können geknackt werden. Schimmlige Exemplare nicht essen! Der sogenannte Nussschimmel enthält starke Giftstoffe.

Gärtnerin hält Teller mit Wintersteckzwiebeln in der Hand.
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Jetzt werden Wintersteck­zwiebeln gesteckt

Jetzt werden die Wintersteckzwiebeln angeboten. Es gibt gelbe, rote und weiße Zwiebelsorten. Wenn sie noch im Oktober in die Erde kommen, können Sie die ersten frischen Zwiebeln im kommenden Mai ernten. Gepflanzt werden sollte nur dort, wo in den vergangenen Jahren keine Zwiebelpflanzen gestanden haben. Lockern Sie die Erde und mischen Sie höchstens etwas reifen Kompost unter – keinen reinen Stickstoffdünger, das gefährdet die Frosthärte der Pflanzen. Stecken Sie alle fünf Zentimeter die Zwiebeln etwa zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde; der Abstand zwischen den Reihen sollte 20–30 Zentimeter betragen. Um die Zwiebeln vor starken Frösten etwas zu schützen, häufelt man die Pflanzreihen mit Erde an. Eine Vliesauflage schützt die Pflanzen vor starker Einstrahlung der Wintersonne. Die ersten Frühlingszwiebeln sind dann im Mai erntereif. Wer will, kann vorher schon das Zwiebelgrün zum Würzen frischer Salate verwenden.

Nahaufnahme von Bärlauchpflanzen in Blüte
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Der beste Zeitpunkt, um Bärlauch auszusäen

Wer den wilden kleinen Bruder des Knoblauchs schätzt, sollte im Herbst mit der Aussaat beginnen. Bärlauch (Allium ursinum) gehört nämlich zu den Kaltkeimern. Das bedeutet, dass die Samen erst nach einer achtwöchigen Kältephase ihre natürliche Keimhemmung verlieren und zu keimen beginnen. Fällt diese Kältephase aus, geht die Saat nicht auf. Dafür kommt der Winter wie gelegen. Bärlauch liebt schattige Lagen unter Laubbäumen, wo der Boden locker und leicht feucht ist. Säen Sie direkt vor Ort oder ziehen Sie die Samen draußen in Saatschalen vor und pflanzen Sie die Sämlinge im Frühjahr an Ort und Stelle. Kalkulieren Sie etwa drei Jahre, bis sich die Pflanzen gut entwickelt haben. Dann kann man ordentlich Blätter als würzig aromatische Zutat für Salat, Risotto oder als Pesto ernten. Die bereits vorhandenen Bärlauchpflanzen bilden reichlich Samen, die von Ameisen verbreitet werden. Sie helfen also fleißig mit, den Bestand zu vergrößern.

Wurzelballen von Staude mit Spaten teilen
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Ärmel hoch, Spaten raus und ran ans Staudenteilen

Im Oktober heißt es noch mal die Ärmel hochkrempeln, und das große Staudenteilen kann beginnen. An der Reihe sind vor allem jene Exemplare, die im Staudenbeet zu dicht stehen oder in die Jahre gekommen sind, sodass sie von innen verkahlen, nur noch am Rand austreiben und immer weniger blühen. Zuerst werden alle oberirdischen Pflanzenteile abgeschnitten. Dann sticht man mit dem Spaten den Boden rings um die Staude vor und lockert von allen Seiten den gesamten Pflanzenballen, bevor man ihn mit der Grabegabel herausnimmt. Große und feste Wurzelballen wie die von Funkien oder Wieseniris bekommt man nur mit einem scharfen Spaten geteilt. Bei Stauden mit lockerem, flachwüchsigem Wurzelwerk reicht ein Messer. Manche kann man auch einfach mit den Händen auseinanderziehen. Die Teilstücke werden zusammen mit abgelagertem Kompost oder Hornspänen wieder zurück ins Pflanzloch gesetzt oder an einen neuen Ort gepflanzt. Anschließend ringsherum die Erde gut andrücken und ausreichend wässern.

Krakenförmige Rhizome der Steppenkerze (Eremurus)
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Steppenkerze kann noch gesetzt werden

Steppenkerzen (Eremurus) sind spektakuläre Knollenpflanzen, deren bis zu 2,50 Meter hoch aufragende Blüten garantiert niemand übersieht. Diese wunderschönen Blütenraketen gedeihen an einem sonnigen, warmen Platz mit durchlässigem Boden; sie vertragen keine Staunässe. Jetzt ist noch Zeit, die bizarren krakenförmigen Rhizome zu pflanzen. Graben Sie ein flaches, etwa nur 20 Zentimeter tiefes Loch, das so groß ist, dass alle „Krakenarme“ bequem hineinpassen. Es ist ratsam, immer etwas groben Sand mit ins Pflanzloch zu geben, damit überschüssiges Wasser schnell von den Wurzeln abgeleitet wird. Das Rhizom vorsichtig ausbreiten, denn die Wurzeln sind sehr brüchig. Achten Sie darauf, dass das „Auge“ nicht tiefer als 15 Zentimeter unter der Erdoberfläche liegt. Anschließend mit Erde bedecken und nur locker andrücken. Als Winterschutz empfiehlt sich eine Laub- oder Reisigdecke. Im Frühjahr sollte man den imposanten kegelförmigen Austrieb mit Gärtnervlies vor Spätfrösten schützen.

Krakenförmige Rhizome der Steppenkerze (Eremurus)
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Steppenkerze kann noch gesetzt werden

Steppenkerzen (Eremurus) sind spektakuläre Knollenpflanzen, deren bis zu 2,50 Meter hoch aufragende Blüten garantiert niemand übersieht. Diese wunderschönen Blütenraketen gedeihen an einem sonnigen, warmen Platz mit durchlässigem Boden; sie vertragen keine Staunässe. Jetzt ist noch Zeit, die bizarren krakenförmigen Rhizome zu pflanzen. Graben Sie ein flaches, etwa nur 20 Zentimeter tiefes Loch, das so groß ist, dass alle „Krakenarme“ bequem hineinpassen. Es ist ratsam, immer etwas groben Sand mit ins Pflanzloch zu geben, damit überschüssiges Wasser schnell von den Wurzeln abgeleitet wird. Das Rhizom vorsichtig ausbreiten, denn die Wurzeln sind sehr brüchig. Achten Sie darauf, dass das „Auge“ nicht tiefer als 15 Zentimeter unter der Erdoberfläche liegt. Anschließend mit Erde bedecken und nur locker andrücken. Als Winterschutz empfiehlt sich eine Laub- oder Reisigdecke. Im Frühjahr sollte man den imposanten kegelförmigen Austrieb mit Gärtnervlies vor Spätfrösten schützen.

DONTs

Kübelpflanze wird zu zweit an Tragegurten weggetragen
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Alle Kübelpflanzen unbedingt vor dem ersten leichten Frost reinholen

Oh je, die ersten kalten Herbstnächte stehen an und alle Kübelpflanzen stehen noch draußen. Keine Panik! Als Erste sind diejenigen an der Reihe, deren Heimat die Tropen sind. Sobald der erste Frost droht, kommen also Bougainvillea und Hibiskus ins Haus. Etwas mehr Zeit können Sie sich mit allen „Mittelmeerbewohnern“ wie Zitrus, Oleander und Schmucklilie lassen. Ihnen machen erste leichte Fröste bis minus fünf Grad nichts aus. Ganz im Gegenteil: Die Kälte stärkt sogar die Vitalität der Pflanzen. Noch weniger zimperlich sind Feige, Lorbeer und Olive. Sie müssen erst bei minus zehn Grad ins kühle, frostsichere Winterquartier. Für den Transport der Töpfe sind Tragegurte hilfreich und rückenschonend zugleich; die echten Schwergewichte kommen auf eine Sackkarre. Vergessen Sie nicht, alle Kübelpflanzen auf Schädlinge zu untersuchen und bei Bedarf zu behandeln. Welke Blätter und ganze Triebe, die krank sind, werden entfernt.

Eingelagerte 'Holsteiner-Cox'-Äpfel liegen auf Stroh gebettet.
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Lagerobst braucht man nicht kontrollieren

Die Apfelernte ist noch nicht lange her, und manche Wintersorten wie Cox Orange hängen noch am Baum und erreichen ihre volle Genussreife durch die Lagerung. Wenn Sie keine böse Überraschung erleben möchten, ist es auf jeden Fall ratsam, in regelmäßigen Abständen ihren eingelagerten Äpfel- und Birnenkisten einen Besuch abzustatten. Etwa alle ein bis zwei Wochen, nachdem die Ernte eingelagert wurde, sollte man einen kritischen Blick auf das wertvolle Obst werfen. Kleine Risse, Beulen oder Bohrlöcher von Schädlingen wie dem Apfelwickler sind willkommene Eintrittspforten für Pilzerkrankungen, die sich in Windeseile auch über gesunde Früchte hermachen können. Alles, was schadhaft ist, muss aussortiert werden. Was Sie selbst nicht mehr verwerten wollen, muss nicht zwangsläufig in der Biotonne landen. Legen Sie die aussortierten Früchte lieber im Garten aus. Die Vögel freuen sich über die unerwartete Mahlzeit.

Beet mit rot blühenden Dahlien im Vordergrund
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Dahlien müssen nicht raus aus den Beeten

Dahlien, die südamerikanischen Schönheiten, schmücken Jahr für Jahr unsere Gärten mit ihrer Blütenpracht, sind unsere Winter aber nicht gewohnt. Bekommen die Knollen Frost, ist es vorbei mit all der Schönheit. Deswegen müssen Dahlienknollen den Winter an einem geschützten Ort verbringen. Sobald richtiger Bodenfrost droht, müssen sie vorsichtig ausgegraben werden. Grobe Erdklumpen werden entfernt und alle Stängel etwa eine Handbreit über der Knolle abgeschnitten. Danach lässt man sie an einem sicheren Ort abtrocknen, bevor man sie einlagert. Vergessen Sie nicht, die Knollen jeweils mit einem Pflanzetikett zu versehen, auf dem die Sorte, Höhe und Blütenfarbe vermerkt sind. Das erleichtert die Kombination der Sorten bei der Auspflanzung im Frühjahr. Sind die Knollen schön abgetrocknet, lagert man sie in Kisten und bettet sie auf ein trockenes Erde-Sand-Gemisch. Die Kisten selbst stellt man an einen frostsicheren, kühlen und trockenen Ort.

Trieb mit grünen Tomatenfrüchten
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Grüne Tomaten entsorgen

Die Fülle des Sommers neigt sich dem Ende und damit auch der ständige Nachschub an sonnengereiften aromatischen Tomaten aus eigener Ernte. Die warmen Herbsttage mit der milden Sonne reichen meist nicht mehr aus, um die letzten Früchte richtig schön rot werden zu lassen. Bevor der erste Frost kommt, werden alle grünen Nachzügler gepflückt und zur Nachreife auf eine sonnige Fensterbank gelegt. Oder man greift in die Trickkiste: Wickeln Sie die grünen Tomaten einfach in Zeitungspapier und packen Sie alle paar Tage eine reife Tomate aus! Alternativ kann man die noch grünen Früchte auch in einen Eierkarton legen und dort nachreifen lassen. Tipp: Wer gerne einkocht, verarbeitet die unreifen Früchte zu einem Grüne-Tomaten-Chutney. Grüne Tomaten sollte man jedenfalls nie roh verzehren, da der Anteil an giftigem Solanin zu hoch ist. Durch Kochen und Schälen mindert sich der Gehalt auf ein gesundes Maß.

Steintrog bepflanzt mit Herbstblühern (Alpenveilchen, Heidekraut, Chrysanthemen und Efeu)
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Herbstblüher sich selbst überlassen

Auch wenn die Herbsttage den Pflanzen nicht mehr so viel abverlangen, ein bisschen Pflege und Aufmerksamkeit brauchen sie trotzdem. Vor allem die Saisonpflanzen, mit denen man jetzt Schalen, Töpfe, Steintröge und Körbe bepflanzt. Es wäre doch zu schade, wenn das bunte Potpourri aus Alpenveilchen, Fetthenne, Mühlenbeckie, Gräsern, Purpurglöckchen, Chinesischer Bleiwurz, Zierkohl und Knospenheide uns nicht noch wochenlang erfreuen würde. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, schützen Sie die Pflanzen aber vor zu viel Nässe. Stellen Sie die Pflanzgefäße bei starken Regenfällen wenn möglich unter das Vordach oder den Carport. Auch ein paar Nährstoffe können die Pflanzen noch gut gebrauchen. Düngen Sie bis Ende Oktober einmal pro Woche mit Flüssigdünger oder stecken Sie beim Pflanzen direkt Düngestäbchen mit in die Erde. Wie bei allen Pflanzen gilt auch hier: ausputzen! Entfernen Sie regelmäßig trockene oder verfaulte Blätter. So bleiben Ihre Herbst-Arrangements noch lange schön.

Steintrog bepflanzt mit Herbstblühern (Alpenveilchen, Heidekraut, Chrysanthemen und Efeu)
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Herbstblüher sich selbst überlassen

Auch wenn die Herbsttage den Pflanzen nicht mehr so viel abverlangen, ein bisschen Pflege und Aufmerksamkeit brauchen sie trotzdem. Vor allem die Saisonpflanzen, mit denen man jetzt Schalen, Töpfe, Steintröge und Körbe bepflanzt. Es wäre doch zu schade, wenn das bunte Potpourri aus Alpenveilchen, Fetthenne, Mühlenbeckie, Gräsern, Purpurglöckchen, Chinesischer Bleiwurz, Zierkohl und Knospenheide uns nicht noch wochenlang erfreuen würde. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, schützen Sie die Pflanzen aber vor zu viel Nässe. Stellen Sie die Pflanzgefäße bei starken Regenfällen wenn möglich unter das Vordach oder den Carport. Auch ein paar Nährstoffe können die Pflanzen noch gut gebrauchen. Düngen Sie bis Ende Oktober einmal pro Woche mit Flüssigdünger oder stecken Sie beim Pflanzen direkt Düngestäbchen mit in die Erde. Wie bei allen Pflanzen gilt auch hier: ausputzen! Entfernen Sie regelmäßig trockene oder verfaulte Blätter. So bleiben Ihre Herbst-Arrangements noch lange schön.

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