Die richtige Belüftung für jeden Raum

Frau öffnet ein Dachflächenfenster.

Fenster öffnen, Abluftventilator, Lüftungsgitter, Abluftschlauch oder Dunstabzugshaube – um ein gesundes Raumklima zu gewährleisten, ist regelmäßiges Lüften unabdingbar. Schadstoffreiche Luft wird so gegen sauerstoffreiche Luft ausgetauscht und die Raumfeuchtigkeit wird reguliert. OBI erläutert, worauf Sie beim Lüften achten sollten, wie sich das Lüften in unterschiedlichen Räumen unterscheidet und in welchen Räumen spezielle Belüftungssysteme sinnvoll sind.

1. Richtig lüften mit und ohne Lüftungssystem 2. Lüften im Badezimmer
3. Belüftung des Wohnraums 4. Küchenbelüftung mit Dunstabzugshaube
5. Hauswirtschaftliche Räume lüften 6. Die richtige Kellerlüftung
Frau steht in offener Terrassentür.

1. Richtig lüften mit und ohne Lüftungssystem

Fenster mit Isolierverglasung, gedämmte Außenwände und ein Dach, unter dem es nicht mehr zieht, sorgen in neuen und modernisierten Wohnräumen dafür, dass die Wärme in den Räumen bleibt. Was fehlt, ist jedoch meist die Frischluft, weshalb die Bewohner mehr oder weniger regelmäßig die Fenster öffnen. Dadurch kommt zwar ausreichend frische Luft in die Räume und der Schimmelbildung wird vorgebeugt, es entweicht aber gleichzeitig auch die teuer bezahlte Heizwärme. Sinnvoller ist es stattdessen, seinen Wohnraum mit Lüftungseinrichtungen wie Außenwandlüfter, Dachaufsatzlüfter, Lüftungsgitter oder Lüftungsschlitzen in Fenstern und Balkontüren zu versehen, die den Luftaustausch sehr gut kontrollieren und regulieren. Bei Neubauten sollten Sie indes über eine zentrale Lüftungsanlage nachdenken, die die Luft über ein spezielles Luftkanalsystem ab- und zuführt. Manche Lüftungsanlagen sind sogar mit einem Wärmetauscher kombiniert, der die verbrauchte Raumluft dazu nutzt, die einströmende Frischluft zu erwärmen. Das spart trotz permanenter Frischluftzufuhr vor allem im Winter zusätzliche Energie.

In Wohnungen ohne Lüftungssystem sollten Sie durch regelmäßiges Querlüften für einen Luftaustausch sorgen. Öffnen Sie die Fenster und Türen dabei nur für wenige Minuten, damit die Einrichtungsgegenstände nicht zu stark auskühlen und die Wärme nach dem Lüften wieder an die frisch eingeströmte Luft abgeben können. Vermeiden Sie hingegen eine dauerhafte Kipplüftung, dabei erfolgt der Luftaustausch nur sehr langsam und die Einrichtungsgegenstände kühlen zu stark aus.

Abluftventilator

2. Lüften im Badezimmer

Beim Duschen oder Baden mit heißem Wasser entsteht Wasserdampf, der sich im ganzen Raum verteilt. Hat das Badezimmer keine ausreichende Lüftungseinrichtung, bilden sich nach kurzer Zeit gesundheitsschädliche Schimmelpilze. Das ist oftmals in fensterlosen, innen liegenden Bädern der Fall. Aber auch in Badezimmern, in denen nach dem Baden oder Duschen das Fenster geöffnet wird, kann sich in manchen Ecken Wasserdampf sammeln. Deshalb empfiehlt sich in Badezimmern der Einsatz eines Abluftventilators, der im oberen Wandbereich oder in der Decke angebracht wird. Der aufsteigende Wasserdampf wird so zuverlässig abtransportiert. Achten Sie bei der Auswahl jedoch unbedingt darauf, dass die Leistungsstärke des Ventilators zur Größe des Badezimmers passt.

Lüftungsschlitz

3. Belüftung des Wohnraums

Verfügt Ihr Badezimmer oder das WC über eine Abluftanlage, dient diese in der Regel auch gleichzeitig der Wohnraumbelüftung. Denn es gilt die Regel: Abluft benötigt Zuluft. Die Luftmenge, die im Sanitärbereich abgesaugt wird, strömt durch Lüftungsschlitze unter dem Fenster oder Außenwandlüfter des Wohnraums wieder nach. Ein Lüftungsgitter in der Badezimmertür sorgt dabei auch bei geschlossener Tür für eine ausreichende Luftzirkulation.

Dunstabzugshaube

4. Küchenbelüftung mit Dunstabzugshaube

In der Küche sollten Sie unbedingt eine Dunstabzugshaube installieren, um Gerüche und den Dunst von Fett und Wasser aufzunehmen. Im Umluftbetrieb wird der Dunst aufgenommen, gefiltert und wieder in den Raum abgegeben. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Sie die Metallfilter der Abzugshaube regelmäßig reinigen und die sogenannten Aktivkohlefilter von Zeit zu Zeit austauschen und gegen neue ersetzen. Im Abluftbetrieb wird die Luft nach draußen geführt. Das Abluftrohr sollte mindestens einen Durchmesser von 100 mm haben. Leistungsstarke Abzugshauben benötigen sogar ein Rohr mit einem Durchmesser von 125 oder 150 mm. Achten Sie unbedingt darauf, dass Rohrdurchmesser und Leistung der Dunstabzugshaube zusammenpassen, weil es ansonsten zu einem Leistungsverlust und unangenehmer Geräuschentwicklung kommt.

Badezimmer mit Waschmaschine

5. Hauswirtschaftliche Räume lüften

Wer einen Wäschetrockner nutzt, kennt das Problem: Beim Trocknen produziert das Gerät viel warme Luft mit einer hohen Feuchtigkeit. Am besten leiten Sie diese Luft gleich über einen Abluftschlauch nach draußen. Bietet sich diese Möglichkeit aus baulichen Gründen nicht, empfiehlt sich möglicherweise die Anschaffung eines Wärmepumpen-Trockners. Der gibt deutlich weniger feucht-warme Luft an die Umgebung ab.

Kellerraum

6. Die richtige Kellerlüftung

Im Keller gelten andere Regeln als im Wohnraum. Wer beispielsweise bei warmem Wetter die Kellerfenster öffnet, um kräftig durchzulüften, macht genau das Falsche. Denn je wärmer die Luft im Freien ist, desto mehr Feuchtigkeit nimmt sie auf. Diese Feuchtigkeit schlägt sich an den kühlen Kellerwänden nieder und begünstigt dort Schimmelbildung. Um das zu vermeiden, lüften Sie im Sommer am besten in den frühen Morgenstunden oder in kühlen Nächten. Den besten Luftaustausch im Keller erzielen Sie allerdings durch Stoßlüften an kalten Tagen. Möchten Sie Ihren Keller das ganze Jahr über automatisch zum optimalen Zeitpunkt lüften, empfiehlt sich die Installation eines messwertbasierten, automatischen Lüftungssystems. Das misst beispielsweise die Außen- und die Kellertemperatur und lüftet nur, wenn die Außenluft auch in der Lage ist, Feuchtigkeit aufzunehmen, anstatt diese abzugeben.

Wer regelmäßig lüftet und bei der Wahl des Belüftungssystems die spezifischen Gegebenheiten der jeweiligen Räume beachtet, sorgt in seinen Wohnräumen für ein gesundes Raumklima, beugt dauerhaft der Bildung von Feuchtigkeit und Schimmelpilzen vor und spart Energie. Die wichtigste Regel in Räumen ohne Belüftungssystem: Lüften Sie lieber kurz und bei weit geöffneten Fenstern statt dauerhaft in Kippstellung.

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