Heizkosten sparen

Sparschwein und Euronoten auf einem Flachheizkörper.

Heizkosten sparen – dieses stets relevante Thema ist im Zuge steigender Energiepreise in den vergangenen Jahren immer weiter in den Fokus gerückt. Da die Heizung einen großen Kostenfaktor darstellt, können Sie mit Sparmaßnahmen viel erreichen. Schon mit vergleichsweise kleinen Anpassungen können Sie die Heizkosten senken und so Einfluss auf den größten Posten auf der Neben- bzw. Betriebskostenrechnung nehmen.

Im Folgenden erklären wir einerseits Techniken zur Optimierung des Verbrauchs, wie den hydraulischen Abgleich oder korrektes Lüften. Weiter geht es in diesem OBI Ratgeber auch um mögliche Sanierungen sowie Dämmmaßnahmen in Ihrem Zuhause.

1. Hydraulischen Abgleich durchführen lassen 2. Heizungsanlage optimieren
3. Heizkosten sparen durch Dämmung 4. Gewohnheiten ändern und Heizkosten sparen
5. Materialliste
Heizungstechniker führt hydraulischen Abgleich durch.

1. Hydraulischen Abgleich durchführen lassen

In vielen Häusern ist die Heizungssteuerung nicht optimal kalibriert. In der Folge beheizt die Anlage Räume in der Nähe des Heizkessels stärker als solche, die weiter entfernt sind. Letztere Räume benötigen entsprechend mehr Energie – obwohl eigentlich genügend Heizwärme im System zirkuliert.

Sie können diesem Missstand vorbeugen und Heizkosten sparen, indem Sie von einem Heizungstechniker einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen. Der Experte ermittelt den Wärmebedarf eines jeden Raums und stimmt das System so ab, dass sich die Heizenergie möglichst gleichmäßig im Haus verteilt.

Doppelter Vorteil: Durch diese Maßnahme senken Sie nicht nur die Beträge auf Ihrer Heizkostenrechnung – Sie erhöhen auch den Komfort in den eigenen vier Wänden.

Hydraulischen Abgleich durchführen lassen

Heizkosten sparen mit einem elektrischen Thermostat am Heizkörper.

2. Heizungsanlage optimieren

Heizungsanlagen werden immer moderner und sparsamer. Es kann daher sehr lohnenswert sein, Ihr System auf Schwachstellen zu untersuchen und hier tätig zu werden. Wenn der Heizkessel in Ihrem Haus z. B. seit mehr als 15 Jahren im Einsatz ist, sollten Sie ihn durch ein neues Modell ersetzen. Bei zugigen alten Fenstern kann sich der Austausch der Fenster ebenso lohnen.

Auch durch Ergänzungen am vorhandenen System können Sie Heizkosten sparen – etwa indem Sie Ihre Heizkörper mit elektrischen Thermostaten versehen oder die Heizungsrohre dämmen.

Wenn Sie Ihr Haus renovieren oder einen Neubau planen, sollten Sie unbedingt über erneuerbare Energien für das Heizsystem nachdenken. Solarenergie, wasserführende Kaminöfen, Wärmepumpen und Co. – die Auswahl an modernen, umweltschonenden und kostengünstigen Techniken ist groß.

Heimwerker dämmt Dach mit Dämmplatten.

3. Heizkosten sparen durch Dämmung

Die Qualität der Dämmung ist ein wichtiger Faktor beim Heizkostensparen: Je weniger Energie nach draußen entweicht, umso effizienter wird das Haus beheizt. Sie können dabei praktisch jeden Teil des Hauses dämmen – mit unterschiedlichen Auswirkungen.

Wenn Sie beispielsweise Ihren Keller nicht beheizen, kann die Dämmung der Kellerdecke empfehlenswert sein. Durch diese Maßnahme verhindern Sie das Auskühlen des Erdgeschosses von unten. Nutzen und beheizen Sie Ihren Keller, dann können Sie dessen Boden oder die Außenwände dämmen.

Warme Luft steigt nach oben – entsprechend kann ein nicht gedämmtes Dach einen Schwachpunkt darstellen, der Hausbesitzer teuer zu stehen kommt. Die Dämmung des Daches ist in vielen Fällen zwar aufwendig, auf lange Sicht aber definitiv lohnenswert.

Die Dämmung der Fassade ist zwar ebenso wichtig, an dieses komplizierte Unterfangen sollten sich jedoch nur erfahrene Heimwerker heranwagen.

Heimwerkerin öffnet Fenster, um Raum durchzulüften.

4. Gewohnheiten ändern und Heizkosten sparen

Indem Sie Ihr Verhalten zu Hause ein wenig anpassen, können Sie den Energieverbrauch spürbar senken. Richtiges Lüften etwa ist essenziell: In vielen Haushalten stehen die Fenster auch an kalten Tagen auf Kipp – durch den Spalt kann allerdings viel Wärme entweichen. Lüften Sie stattdessen regelmäßig für einige Minuten gut durch. Alles Wichtige zum Thema Lüften finden Sie im OBI Ratgeber „Die richtige Belüftung für jeden Raum“.

Ein weiterer simpler Trick mit hoher Wirkung: Ziehen Sie abends die Jalousien und Vorhänge zu oder lassen Sie die Rollladen herunter. Dies trägt dazu bei, die kalte Luft draußen und die warme Luft drinnen zu behalten. In den kalten Abschnitten des Jahres kann es ebenso helfen, die Raumtemperatur ein wenig zu senken. Einen Unterschied von einem Grad Celsius bemerkt der Körper kaum, kann sich aber schon positiv auf die Energiebilanz auswirken. Schließlich sollten Sie regelmäßig die Heizkörper entlüften und so deren Effizienz sichern. Wie Sie Heizkörper richtig entlüften, erfahren Sie in diesem OBI Ratgeber.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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