Elektrosägen – Modelle und Pflege

Bild mit Sägeblatt einer Kreissäge.

Im Garten und bei Holzarbeiten fallen die verschiedensten Sägearbeiten an. Und für jede Aufgabe gibt es die passenden Elektrosägen: In unserem Ratgeber stellen wir Ihnen gängige Sägetypen vor, geordnet nach der Komplexität der zu bewältigenden Aufgabe – von kleineren Arbeiten im Garten oder der Hobbywerkstatt bis hin zu größeren Vorhaben bei der Holzverarbeitung im Wald. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Elektrosägen richtig pflegen.

1. Die Stichsäge – kraftvoll und flexibel sägen 2. Tischkreissäge, Kreissäge und Gehrungssäge
3. Mit der Säbelsäge fast jeden Werkstoff zersägen 4. Die Kettensäge – für aufwendige Sägearbeiten im Freien
5. Elektrosägen richtig pflegen 6. Materialliste
7. Werkzeugliste
Heimwerker sägt Holzstück mit Stichsäge.

1. Die Stichsäge – kraftvoll und flexibel sägen

Die Stichsäge schafft durch ihre dynamische Arbeitsweise sowohl gerade Schnitte als auch Rundungen spielerisch. Sie eignet sich dabei unter anderem für Holz, Kunststoffe und Metall. Eine typische Einsatzmöglichkeit für Stichsägen ist der Innenausbau, wo sie z. B. für das Aussägen von Küchenplatten verwendet wird.

Das senkrecht eingespannte Sägeblatt wählen Sie dabei stets entsprechend dem Zweck und dem Werkstoff. Stichsägen von höherer Qualität verfügen oft über einen Pendelhub. Das bedeutet, dass sich das Sägeblatt nicht nur senkrecht bewegt, sondern auch leicht in die Sägerichtungund zurück. Dies steigert die Arbeitsgeschwindigkeit der Stichsäge teils erheblich.

Blaue Tischkreissäge.

2. Tischkreissäge, Kreissäge und Gehrungssäge

Die Tischkreissäge ist bestens geeignet für aufwändige Sägearbeiten, insbesondere wenn lange Geraden gesägt werden sollen. Das Funktionsprinzip ist bei allen Modellen der Tischkreissägen zwar dasselbe – das Werkstück wird durch das rotierende Sägeblatt geschoben. Dennoch existieren große Qualitätsunterschiede: Hochwertige Modelle sind stabiler gebaut und besitzen eine höhere Motorleistung. Ihr Sägeblatt schafft meist auch vergleichsweise große Werkstücke.

Die Tischkreissäge gibt es auch in portabler Form als Handkreissäge. Mit ihr sägen Sie verschiedene Materialien wie Holz, Kunststoff und Metall. In Verbindung mit einer Führungsschiene eignet sich die Handkreissäge genau wie die Tischkreissäge besonders für Geraden und lange Werkstücke. Die artverwandte Gehrungssäge hat den Vorteil, dass ihr Sägekopf verstellbar ist und so problemlos genaue Winkel sägt.

Heimwerker trennt Holzstück mit Säbelsäge.

3. Mit der Säbelsäge fast jeden Werkstoff zersägen

Weniger filigran, dafür umso kraftvoller ist die Säbelsäge. Diese Elektrosäge wird daher vor allem bei Abbrucharbeiten verwendet und zersägt dank des leistungsstarken Elektromotors und groben Sägeblättern bekommt die Säbelsäge fast jeden Werkstoff klein: Holz und Kunststoff sind kein Problem, mit speziellen Sägeblättern lassen sich auch Rohre bündig abtrennen.

Kettensäge.

4. Die Kettensäge – für aufwendige Sägearbeiten im Freien

Die Kettensäge eignet sich für Arbeiten im Wald und auch im Garten. Sie wird im Normalfall von einem Benzinmotor angetrieben und daher auch oft als Motorsäge bezeichnet. Es handelt sich um ein sehr kraftvolles Werkzeug, mit dem Sie stets sehr vorsichtig umgehen sollten. Üben Sie den Umgang mit der Kettensäge am besten vorher mit einigen Probeschnitten, z. B. an Altholz. Schnittschutzkleidung, Handschuhe sowie ein Helm mit Gehörschutz sind unerlässlich. Beachten Sie außerdem, dass Sie in den meisten Bundesländern einen Motorsägenführerschein benötigen, um im Wald selbst Kaminholz zu sägen.

Heimwerker tauscht Sägeblatt einer Stichsäge aus.

5. Elektrosägen richtig pflegen

Egal, welche Elektrosäge Sie verwenden: Die Sicherheit sollte bei der Arbeit stets an oberster Stelle stehen. Besonders beim Umgang mit der Stich-, Kreis- oder Kettensäge sollten Sie Vorsicht walten lassen und Schutzkleidung tragen.

Reinigen Sie die Sägeblätter nach getaner Arbeit gründlich, um zu vermeiden, dass die Blätter durch Schmutz, Harz oder Rost abstumpfen und unbrauchbar werden. Nehmen Sie die Sägeblätter einzeln heraus und säubern Sie sie. Dazu gibt es beispielsweise spezielle Harzlöser, aber auch mit Backofenspray können Sie es versuchen.

Wenn Sie die Sägeblätter außerdem nach der Reinigung mit naturverträglichen Schmierstoffen einfetten, beugen Sie Rost vor und können sich länger auf eine gute Sägeleistung verlassen.

Elektrosägen gibt es für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete. Wählen Sie für Ihr Projekt das passende Modell und pflegen Sie Ihre Säge nach jedem Einsatz.


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