Wandstreifen streichen in 5 Schritten

Heimwerkerin streicht eine Wand mit einer Malerrolle in einem Orange.

Sie wollen Ihre eigenen vier Wände in Streifenoptik streichen? Ob vertikal oder horizontal, grell oder dezent, bunt oder monochrom – damit das Streichen der Wandstreifen optimal gelingt, sollten Sie den Untergrund richtig vorbereiten und beim Abkleben der Streifen sorgfältig arbeiten. Mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung und den Streich-Tipps von OBI gelingen Ihnen klare Linien und saubere Kanten.

Also, suchen Sie sich eine passende Wandfarbe aus dem OBI Sortiment aus, schnappen Sie sich Pinsel, Malerkrepp sowie Abdeckfolie und legen Sie los!

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Materialliste
3 - Werkzeugliste
Alte Tapeten entfernen und Wand zum Streichen von Wandstreifen vorbereiten. Schritt 1 - Tapete mit dem Schwamm anfeuchten. Schritt 2 – Tapete mit dem Spachtel abkratzen. Schritt 3 – Löcher und Risse in der Wand verspachteln.

Schritt 1 - Vor dem Wandstreifen streichen die Wand vorbereiten

Ist die Wand, die mit Wandstreifen gestrichen werden soll, tapeziert? Dann entfernen Sie die Tapete mit Hilfe von Spachtel und Seifenwasser. Ist die Wand gestrichen, müssen Sie die Farbe nicht zwingend entfernen.

Streichen Sie mit Ihrer trockenen Hand über die Wand. Bleibt ein kreideartiger Staub auf der Handfläche zurück, sollten Sie die Wand vor dem Streichen mit einem feuchten Schwamm abwaschen. Entfernen Sie so auch Leimfarbenanstriche. Schmutzflecke können Sie mit etwas mehr Kraft ebenfalls abwaschen, so hält der spätere Anstrich besser und das Ergebnis ist makellos. Während die Wand trocknet, bessern Sie kleine Fehler und Bohrlöcher mit Spachtelmasse aus.

Tipp: Wie Sie Löcher in Wänden verspachteln, zeigt Ihnen unser passender Ratgeber zum Thema.

Wurde die Wand noch nie zuvor gestrichen, können Sie sich die ersten Schritte sparen. Dafür sollten Sie jetzt eine Grundierung auftragen. Das ist auch nötig, wenn die Wand aus einem sehr stark saugenden Material, wie Gipskarton, Gipsfaserplatten oder Gipsputz, besteht.

Denken Sie daran, sämtliche Lichtschalter und Steckdosen abzukleben und den Boden sowie Möbel mit Abdeckfolie vor Farbspritzern zu schützen. Alle Werkzeuge und Materialien, die Sie brauchen, finden Sie auch in unserem Überblick zu Malerwerkzeug und Einsatzgebiet.

Schritt 1 - Wandstreifen werden mit Wasserwaage und Bleistift angezeichnet. Schritt 2 –Wandstreifen werden per Malerkrepp markiert.

Schritt 2 - Farbflächen der Wandstreifen ausmessen, anzeichnen und markieren

Greifen Sie zu einem Bleistift, um die Abmessungen der Farbflächen auf die Wand zu übertragen. Filzstifte und Ähnliches lassen sich kaum überstreichen, doch auch mit dem Bleistift sollten Sie nur sanft aufdrücken. Beim Anzeichnen helfen der Zollstock und die Wasserwaage, um den Abstand zwischen den einzelnen Streifen zu überprüfen. Kleben Sie die Fläche nun entlang der Markierungen mit Malerkrepp ab. Das Klebeband sollte sich gut andrücken lassen, sodass die Zwischenräume zwischen Band und Wand minimal sind. Hier lohnt sich die Investition in ein hochwertiges Produkt.

Vor dem Ausmalen der Wandstreifen wird das Malerkrepp mit Wandfarbe und Pinsel hinterstrichen.

Schritt 3 - Streichtipp – Was tun bei unebenen Wänden?

Wenn Sie auf einem unebenen Untergrund oder über eine Raufasertapete streichen, ein wichtiger Streichtipp: Um ein makelloses Ergebnis zu erzielen, streichen Sie die Wand innerhalb der Markierungen zuerst noch einmal mit dem Grundton der Wand. Hinterstreichen Sie das Klebeband mit der Farbe. Die Grundfarbe füllt dabei alle vorhandenen kleinen Löcher auf, sodass die Streifenfarbe später nicht in diese hineinlaufen kann. Lassen Sie die Farbe komplett durchtrocknen. 

Wandstreifen werden mit einer Farbrolle gestrichen. Gut zu sehen ist das vorherige Hinterstreichen des Malerkrepps.

Schritt 4 - Streichen der Wandstreifen

Wenn die Farbe trocken ist, folgt der Anstrich mit der Streifenfarbe Ihrer Wahl. Die Farbe kann dank des ersten Anstrichs nicht mehr hinter das Klebeband laufen. So entstehen klar begrenzte Streifen. Für ein besonders ebenmäßiges Ergebnis sollten Sie zu einer Farbrolle mit Kurzflorrolle greifen. Es gibt die Rollen in unterschiedlichen Breiten, sodass auch schmale Streifen gut gerollt werden können. Natürlich können Sie mit einem Pinsel ebenfalls ausgezeichnete Ergebnisse bei der Wandgestaltung erzielen.

Für satte, deckende Streifen streichen Sie die Fläche erneut. Tragen Sie den zweiten Anstrich aber erst auf, wenn der erste Anstrich gut getrocknet ist.

Lassen Sie Ihrer Kreativität bei der Streifenfarbe freien Lauf: Nutzen Sie fertige, bunte Farben oder mischen Sie nach Belieben Ihre ganz individuelle Lieblingsfarbe.

Tipp: Übrigens können Sie sich Ihre favorisierten Farben für die Wandstreifen im örtlichen OBI Markt auch direkt mischen lassen.

: Das Malerkrepp wird nach dem Streichen der Wandstreifen entfernt.

Schritt 5 - Abziehen des Malerkrepps nach dem Streifen malen

Damit die Wandstreifen ihre exakte Form behalten, müssen Sie die Klebebandstreifen abziehen, bevor die Farbe filmbildend wird. Allerdings müssen gerade intensive Farbtöne mehr als nur einmal gestrichen werden. Damit die Farbe auch dann nicht ausfranst, ziehen Sie den Klebestreifen umgehend nach dem zweiten Streichen ab.

Falls Sie noch Bereiche entdecken, die nicht ganz perfekt sind, können Sie diese nun mit einem sehr schmalen Pinsel nachbessern.

Zur Arbeit gehört auch das Reinigen der Werkzeuge: Reinigen Sie die Pinsel und Farbrollen direkt nach der Arbeit mit warmem Wasser. Wenn Sie während des Streichens Arbeitspausen machen, können Sie Rolle und Pinsel einfach in Folie einwickeln.

Nutzen Sie Wandstreifen für die kreative Wandgestaltung und beleben Sie Ihr Zuhause auf eine attraktive und einfache Weise!

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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