Schimmel entfernen und vorbeugen

Schimmel wird mit einem Schwamm entfernt.

Wenn Sie Schimmel bei sich Zuhause entdecken, sollten Sie schnell reagieren, bei der Entfernung ein paar Dinge beachten und sich über die Ursachen Gedanken machen. Schimmel in der Wohnung entsteht meist durch mangelhaftes Lüften und falsches Heizen.

Weitere Gründe für Schimmel können undichte Wasserleitungen oder Bau- und Sanierungsmängel sein. Immer dann, wenn Gebäudeteile oder auch die gesamte Innenraumluft dauerhaft zu feucht sind, haben die Schimmelsporen beste Bedingungen, um sich zu vermehren. Schimmel schädigt nicht nur das Bauwerk, sondern beeinträchtigt auch Ihre Gesundheit. Eine hohe Konzentration an Schimmelsporen in der Luft kann Atembeschwerden, Reizhusten und sogar Asthma auslösen. Selbst Infektionen können von den schädlichen Pilzen verursacht werden. Darum ist es wichtig, Schimmel vorzubeugen sowie frühzeitig zu erkennen und insbesondere schnell und dauerhaft zu entfernen. Wir geben Ihnen in diesem OBI Ratgeber hilfreiche Anti-Schimmel-Tipps. So haben Schimmelsporen in Ihrer Wohnung keine Chance.

1. Ursachen für die Schimmelbildung 2. Anzeichen für die Schimmelbildung
3. Schimmel richtig entfernen 4. Schimmel vorbeugen
Bei einem Wasserschaden im Wohnzimmer stehen Möbel und Sofa unter Wasser.

1. Ursachen für die Schimmelbildung

Schimmelpilze benötigen zum Wachsen viel Feuchtigkeit. Die Feuchtigkeit kann auf eine Reihe von Arten in die eigenen vier Wände gelangen: Ein defektes Dach oder Risse im Mauerwerk können dafür ebenso verantwortlich sein wie ein Rohrbruch, doch auch eine nicht ausreichende Trockenzeit nach Ende der Bauarbeiten kann zu Schimmel führen.

All das wären recht offensichtliche Auslöser für den Schimmelbefall, die sich unter Umständen durch Bauabdichtungen beheben ließen. Häufig ist eine zu hohe Feuchtigkeit in den Räumen jedoch auf unsachgemäßes Heizen und Lüften zurückzuführen oder aber auf eine unzureichende Isolation des Hauses. Temperaturunterschiede zwischen Bauteilen – durch unterschiedliche Baumaterialien oder durch bauliche Gegebenheiten wie Erker – bilden dabei Wärmebrücken. An ihnen kondensiert Wasser, das nach und nach zu Schimmelbildung führt.

Mann und Frau messen Feuchtigkeit in der Wand.

2. Anzeichen für die Schimmelbildung

Woran lässt sich überhaupt erkennen, ob es sich tatsächlich um einen Schimmelbefall handelt? Wenn sich ein muffiger Geruch bildet und dazu dunkle Flecken an der Wand sichtbar werden, wächst der Pilz schon eine ganze Weile im Verborgenen. Schimmelpilze können auf einer Vielzahl von Materialien, die als Nährboden dienen, gedeihen – von Papier über Silikon bis zum Kleber für Fußbodenbeläge. Die Anzahl der Schimmelsporen in der Raumluft lässt sich mit einem Test feststellen, der deren Konzentration in der Luft misst. 

Schimmel im Bad entfernen

3. Schimmel richtig entfernen

Ist der Schimmel nur in einem kleinen Bereich sichtbar – bis zu maximal 50 cm² – oder ist eine rasche Sanierung erst einmal nicht möglich, können Sie sich der Sache unter Umständen selbst annehmen. Grundsätzlich empfehlen wir eine vorherige fachliche Beratung.

Für Schlaf- und Kinderzimmer oder die Küche eignen sich chlorfreie und geruchsneutrale Schimmelentferner. Im Badezimmer können auch chlorhaltige Reiniger zum Einsatz kommen. Diese wirken bleichend und gleichzeitig desinfizierend. Alternativ kann bei trockenen Flächen 70-prozentiger Ethylalkohol (Ethanol) und bei feuchten Flächen 80-prozentiger Ethylalkohol verwendet werden. Hier muss die Brand- und Explosionsgefahr beachtet werden. Behandeln Sie den befallenen Bereich auf keinen Fall trocken, da sonst Schimmelsporen in die Luft geraten. Bei befallenen Tapeten muss die Tapete zuerst entfernt und entsorgt werden. Der weitverbreitete Schimmel in Silikonfugen des Badezimmers lässt sich durch das Entfernen des Silikons und einer anschließenden Desinfektion eindämmen. Hier kann sich im Anschluss die Verwendung eines pilzhemmenden Sanitär- oder Schimmel-Blocker-Silikons lohnen. Andere Materialien lassen sich schwer sachgerecht retten – dazu gehören befallene Textilien wie Teppiche, Vorhänge oder Möbelstücke, sowie Papier. Reinigen Sie die Umgebung des Befalls im Anschluss an die Arbeiten gründlich und entsorgen Sie das befallene Material. Dies kann verpackt über den Hausmüll erfolgen.

Da Schimmelsporen schon bei geringen Berührungen aufwirbeln, ist geeignete Schutzkleidung unerlässlich. Verwenden Sie in jedem Fall Handschuhe, eine Atemmaske und eine Schutzbrille. Waschen Sie Ihre Kleidung und Ihren Körper nach der Arbeit gründlich.
Bei einem größeren Befall geht es nicht ohne fachmännische Hilfe. Unabhängig davon, ob es sich um einen großen oder kleinen Befall handelt, ist nach der Bekämpfung nicht von einem lang anhaltenden Erfolg auszugehen, wenn der Auslöser für den Schimmelbefall nicht ausgeschaltet wird. Daher ist die Beseitigung der Ursachen notwendig.

Frau öffnet Fenster, um zu lüften.

4. Schimmel vorbeugen

Investieren Sie in ein Hygrometer. Mit dem Feuchtigkeitsmessgerät lässt sich die relative Luftfeuchtigkeit in einem Raum bestimmen. Sie sollte bei einer Temperatur von 21 °C auf Dauer bei 55 bis 60% liegen, im Winter eher noch darunter. Ist die Luftfeuchtigkeit höher, begünstigt dies die Schimmelbildung. Die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen regulieren Sie am einfachsten durch das richtige Lüften und Heizen. Statt Fenster längere Zeit gekippt zu halten, sollten Sie mehrfach am Tag fünf bis zehn Minuten stoßlüften. Zusätzlich kann in schlecht belüfteten Räumen ein Luftentfeuchter nützlich sein. In der Küche kann die Installation einer leistungsstarken Dunstabzugshaube lohnenswert sein, um der Raumluft Feuchtigkeit zu entziehen.

Im Badezimmer sollte ebenfalls regelmäßig gelüftet werden – nach dem Duschen sollten Wanne, Böden und Wände abgetrocknet werden, Handtücher sollten Sie auf die Heizung hängen. In fensterlosen Bädern kommt der Entlüftung eine große Rolle zu. Prüfen Sie die einwandfreie Arbeit der Lüftung. In selten genutzten und wenig beheizten Räumen wie dem Schlafzimmer sollten Sie vor allem nach dem Aufstehen ausgiebig lüften. Vorbeugen können Sie auch, indem Sie Möbel, Gardinen, Bilder und Ähnliches von den kalten, schimmelanfälligen Wänden abrücken. Etwa 5 bis 10 cm Abstand zur Wand können die Gefahr minimieren, da die Luft besser zirkulieren kann. Zusätzlich bietet sich die Behandlung von Zimmerwänden mit einer Anti-Schimmelimprägnierung oder das Streichen mit Anti-Schimmel-Farbe an, wodurch ein nachhaltiger Schutz entsteht.

Wenn Sie die Ursachen für einen Befall mit Schimmelpilz erkennen, frühzeitig aktiv werden entsprechend vorsorgen und den Schimmel fachgerecht entfernen, dann tun Sie sich und Ihrer Gesundheit etwas Gutes.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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