Orchideen pflegen

Verschiedene Orchideen auf Wandregalen.

Inzwischen hat sie schon fast einen Stammplatz zwischen Farn und Aralie: Die Orchidee wird auch auf deutschen Fensterplätzen stetig beliebter. Durch ihre unvergleichliche Form verleiht die mysteriöse Schönheit jedem Zimmer direkt einen Hauch Exotik. Doch sensible Pflanzen wie die Orchidee erfordern eine besondere Pflege. Im OBI Ratgeber erhalten Sie Tipps zu allen Aspekten der Orchideen-Pflege: Neben einem kurzen Überblick über die beliebtesten Orchideenarten finden Sie Erklärungen zu den Pflege-Basics für Orchideen sowie zum Düngen, Schneiden und Umtopfen der Pflanzen. So sorgen Sie für schöne und gesunde Orchideen.

1. Die beliebtesten Orchideenarten und ihre Pflege 2. Der richtige Standort für Ihre Orchidee
3. Orchideen gießen und einpflanzen 4. Weitere Tipps zur Orchideen-Pflege: Düngen und Schneiden
5. Die richtige Keramik für Ihre Orchidee 6. Materialliste
7. Einkaufsliste
Blüte einer Phalaenopsis in Nahaufnahme.

1. Die beliebtesten Orchideenarten und ihre Pflege

Es gibt Hunderte verschiedener Orchideenarten, unter deutschen Pflanzenliebhabern haben sich im Zuge des Orchideen-Booms der vergangenen Jahre einige Favoriten herauskristallisiert. Die Phalaenopsis, auch Falterorchidee oder Schmetterlingsorchidee genannt, zählt beispielsweise hierzu. Die aus Südostasien stammende Untergattung gilt als vergleichsweise pflegeleicht. Sie ist daher besonders Orchideenanfängern zu empfehlen. Die Bambusorchidee (Dendrobium) sollte wechselwarm kultiviert werden, die Sonnenanbeterin Vanda mag es dagegen warm und kuschelig – entsprechend fühlt sie sich im Badezimmer besonders wohl. Die südamerikanische Schönheit Cattleya braucht viel Licht, der Frauenschuh (Paphiopedilum) wächst – sehr ungewöhnlich für eine Orchidee – auch auf dem Boden. Zuletzt zählt auch die Cymbidie zu den beliebten Orchideenarten: Anders als viele andere Arten legt sie das ganze Jahr über keine Ruhepause ein und blüht immer wieder.

Lesen Sie auch unsere Info-Broschüre „Die große Orchideen-Welt: Tipp und Pflegeanleitung“.

Orchidee im in einem hellen Zimmer auf einem Tisch.

2. Der richtige Standort für Ihre Orchidee

Um den Umgang mit Orchideen zu erlernen, ist es wichtig, die Pflanze zu verstehen. Die wichtigste Frage lautet hierbei: Woher kommt die Orchidee? In ihrer natürlichen Umgebung – unter anderem in Asien und Südamerika – wächst die Orchidee meist in Baumkronen. Sie hält sich an den Ästen fest, die Blätter des Baums schützen sie vor zu starker Sonneneinstrahlung. Wasser nimmt die Orchidee entsprechend über die schwüle tropische Luft auf, die trockene Heizungsluft deutscher  Wohnungen vertragen Orchideen daher nur schlecht. Bei der Wahl des Standorts sollten Sie also nicht nur auf moderate Lichtverhältnisse mit möglichst wenig direkter Sonneneinstrahlung achten – sondern auch darauf, dass die Pflanze nicht zu nah am Ofen oder dem Heizkörper steht. Ein Standort an der Nordwest- oder Ostseite des Hauses oder der Wohnung ist ideal. Wenn Sie dies nicht gewährleisten können, sollten Sie die Pflanze mit einem Fensterschutz etwas abschirmen.

Moderne Gießkanne für Orchideen.

3. Orchideen gießen und einpflanzen

Mit dem Gießen sollten Sie bei der Orchideen-Pflege sparsam umgehen: In den Sommermonaten sollten Sie Ihre Pflanze zweimal, im Winter eher einmal pro Woche gießen. Das Wasser sollte Zimmertemperatur haben und keinen zu hohen Kalkgehalt aufweisen. Regenwasser ist ideal, aber auch mit (gefiltertem) Leitungswasser können Sie Ihre Orchideen gießen. Mit der Gießkanne brauchen Sie dabei nicht anzurücken. Besser ist es, die Blätter tagsüber zu besprühen und die Wurzel regelmäßig und mehrere Minuten in ein Wasserbad zu geben. Doch Vorsicht: Staunässe ist dabei unbedingt zu vermeiden – lassen Sie die Wurzeln daher ausgiebig abtropfen, gern auch für mehr als 10 Minuten.

Wie erwähnt, wachsen Orchideen in ihrer natürlichen Umgebung normalerweise nicht im Boden. Greifen Sie beim Einpflanzen und beim Umtopfen entsprechend immer zu speziellem Orchideensubstrat. Dieses ist besonders locker und hilft so dabei, die Wurzeln zu durchlüften und überschüssiges Wasser abzuleiten.

Junge Frau besprüht Orchidee.

4. Weitere Tipps zur Orchideen-Pflege: Düngen und Schneiden

Regelmäßiges Düngen gehört ebenfalls zur Orchideen-Pflege: Verwenden Sie auch hier nur speziell auf die Pflanzen zugeschnittene Produkte, mit denen Sie die nötige Nährstoffversorgung sicherstellen. Gedüngt wird etwa einmal im Monat, auch nach der Blüte sollten Sie die Orchidee weiterhin mit Nährstoffen versorgen. Achten Sie darauf, die Blüte nicht mit Wasser bzw. Dünger zu benetzen, dies kann zu Pilzerkrankungen führen. Sie haben die Wahl zwischen Flüssigdünger und Orchideenstäbchen. Auch sogenannte Orchideen-Kuren finden Sie im Handel – Ihr OBI Fachverkäufer hilft Ihnen bei der Entscheidung.

Nach der Blüte sollten Sie Ihre Orchideen schneiden. Achten Sie darauf, die abgeblühten Stiele nicht zu stark zurückzuschneiden. Es ist nämlich möglich, dass die Orchidee noch einmal austreibt. Braune, abgestorbene Stiele, Blätter und andere Pflanzenteile sollten jedoch entfernt werden. Das gilt auch für die Luftwurzeln: Diese wichtigen Pflanzenteile, die Nährstoffe und Wasser aus der Luft aufnehmen, sollten Sie vor dem Schnitt jedoch mit Wasser besprühen, um zu prüfen, ob sie noch lebendig sind. Färben sie sich die Luftwurzeln nicht mehr grün, sind diese tot und sollten abgetrennt werden. Lebende Luftwurzeln hingegen sollten Sie nur bei starker Wucherung zurückschneiden – und auch dann nur vereinzelt.

Orchidee an Standort mit mäßigem Lichteinfall.

5. Die richtige Keramik für Ihre Orchidee

Bei der Wahl des Übertopfs ist es wichtig, dass Sie auf die Bedürfnisse der Orchidee eingehen. Orchideenübertöpfe sind in der Regel höher als vergleichbare Produkte, da die Pflanzen nicht gerne im Wasser stehen und sich in diesen speziellen Töpfen das überschüssige Wasser am Boden sammeln kann, ohne das die Orchidee Schaden nimmt. Mit Zubehörprodukten wie Orchideenstäben und Clips geben Sie den Pflanzen zudem Halt und unterstützen Sie beim Herausarbeiten der Blütenrispen.

Umtopfen sollten Sie Orchideen in regelmäßigen Abständen, angebracht sind Intervalle zwischen zwei und vier Jahren. Beginnen Sie mit dem Umtopfen, wenn die Pflanze verblüht ist und die Stiele eine braune Farbe angenommen haben. Verwenden Sie beim Umtopfen glatte Töpfe aus Kunststoff – und spezielles Orchideensubstrat, das den Wurzeln der Zimmerpflanze die nötige Luft zum Atmen gibt.

Wenn Sie diese Tipps beim Umtopfen, Pflegen, Schneiden, Gießen, Düngen und der Standortwahl von Orchideen beachten, haben Sie lange Freude an Ihrer Pflanze.

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